Von Daniel Zugehör
Mit der neu gegründeten Regioheat bündeln die Unternehmen Max Wild, E-Con und Geo Data ihre Kompetenzen, um Kommunen in Baden-Württemberg bei der Planung und Umsetzung von Wärmenetzen zu unterstützen. Ziel sei es, Dienstleistungen von der Konzeptentwicklung über die Förderung bis zur Realisierung "aus einer Hand" anzubieten, sagte Geschäftsführer Christian Wild im Gespräch mit der ZfK. Die Partnerunternehmen ergänzten sich in ihren Fachgebieten – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb von Netzen.
Regional verankert
Im Unterschied zu überregionalen Projektentwicklern setzt Regioheat auf lokale Nähe. Durch Standorte in Stuttgart, Berkheim, Memmingen und Westhausen wolle man den Bedürfnissen der Kommunen vor Ort besser gerecht werden. "Wir wissen, was sich in der Region umsetzen lässt", führt Wild aus.
Die drei Firmen arbeiten nach eigenen Angaben seit rund 20 Jahren zusammen, unter anderem beim Projekt "Regenerative Wärmeversorgung Memmingen Süd und Benningen", einem großen Fernwärmevorhaben im Allgäu.
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
Innovative Wärmelösungen gelten häufig als kostenintensiv. Wild betont dennoch, dass ökologische Kriterien Vorrang haben: "Der Umweltgedanke muss unantastbar sein." Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz seien getrennt zu betrachten, beide müssten jeweils vollständig erfüllt werden.
Bei der Auswahl von Projekten setzt Regioheat auf datengestützte Modelle und konzentriert sich auf Kommunen mit 3000 bis 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Wenn sich ein Vorhaben wirtschaftlich nicht rechne, werde es nicht umgesetzt.
Perspektive über Baden-Württemberg hinaus
Auch will Regioheat Kommunen organisatorisch entlasten – etwa bei Genehmigungsverfahren, Förderanträgen und technischen Planungen.
Das Konzept sei grundsätzlich auch auf andere Regionen übertragbar, betont Wild. Regioheat verstehe sich als skalierbares Modell für kommunale Wärmelösungen, das Kooperationen mit weiteren Partnern ermöglichen könne. Ziel bleibe eine bezahlbare und nachhaltige Wärmeversorgung – zunächst in Baden-Württemberg, langfristig auch darüber hinaus.
Das gesamte Interview mit Christian Wild lesen Sie hier.



