Eine ausgeklügelte Stahlkonstruktion mit tiefem Kiel soll dem Windrad auf offener See Stabilität verleihen.

Eine ausgeklügelte Stahlkonstruktion mit tiefem Kiel soll dem Windrad auf offener See Stabilität verleihen.

© Stiesdal Offshore Technologies

Vor der norwegischen Küste soll das Testlabor für die Tetraspar-Technologie entstehen. Der Projektentwickler Stiesdal Offshore Technologies (SOT) hat eine Stahlrohr-Tragstruktur mit darunter hängendem Kiel entwickelt, die als schwimmendes Fundament für Offshore-Windkraftanlagen dienen soll. Nun soll die Konstruktion gemeinsam mit Größen der Energiebranche in den Praxistest gehen.

Dazu planen Shell, Innogy und SOT ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, an dem jeweils 33 Prozent von der RWE-Tochter und dem Mineralöl-Konzern gehalten werden sollen. Insgesamt 18 Mio. Euro stellen alle drei Partner für die Erprobung des schwimmenden Fundaments bereit. Für die Probe auf’s Exempel kommen 3,6-MW-Windturbinen von Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) zum Einsatz. Bereits 2019 soll das Forschungsprojekt rund zehn Kilometer vor der Küste in der Nähe von Stavanger in Norwegen in Betrieb gehen.

Vormontage kann künftig Kosten sparen

Die schwimmende Stahlkonstruktion wird in Dänemark gefertigt und zusammengebaut. Die Turbinen werden im Hafen Grenaa vormontiert und auf das Fundament gesetzt. Anschließend wird die verschraubte Kombination zum Zielort geschleppt und mit drei Ankerketten in 200 Metern Tiefe im Meeresboden verankert. Für zusätzliche Stabilität sorgt der tief hängende Kiel. Wie gewöhnlich verbindet ein Kabel die Windkraftanlage mit dem Netz.

Noch sind schwimmende Tragflächen für Offshore-Parks zu teuer, genau deshalb soll das Projekt der vier Branchenkenner Erkenntnisse über Kosten und mögliche Einsparpotenziale liefern. Langfristig können Konstruktionen wie Tetraspar nämlich den Produktions- und Installationsprozess beschleunigen und so günstiger machen. Zudem können durch die Ankerketten größere Wassertiefen erschlossen werden. (ls)

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