Die Solarthermie erlebte vergangenes Jahr einen überraschenden Aufschwung. Mit einem Plus von 26 Prozent an neu installierten Anlagen sind mittlerweile 2,5 Mio. Solarheizungen in Deutschland in Betrieb. Der Negativtrend der vergangenen Jahre ist damit durchbrochen.
Insgesamt 83.000 neu Solarwärmeanlagen gingen 2020 ans Netz. Im Jahr zuvor waren es noch 71.000. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) mit.
Förderung ist entscheidend
Ursache für den Boom seien laut den Verbänden Verbesserungen in der Förderkulisse. Anfang 2020 ist das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ in Kraft getreten. Gefördert wird unter anderem die Kombination aus Gas-Brennwerttechnik und einer solarthermischen Anlage mit einem Höchstsatz von 40 Prozent. „Das Förderprogramm ist ein voller Erfolg für den Klimaschutz“, betont der BDH-Präsident Uwe Glock. Mit Blick auf die ambitionierten Klimaziele komme es nun darauf an, dass die Durchfinanzierung der Förderung sichergestellt werde.
Seit Januar diesen Jahres hat die Bundesregierung sämtliche Förderungen für energieeffiziente Gebäude und klimafreundliches Heizen in der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude gebündelt. Die 2020 deutlich angehobenen Fördersätze behalten ihre Gültigkeit.
50 Prozent Wachstum im vierten Quartal
Aus Sicht des BSW-Hauptgeschäftsführers Carsten Körnig stünden die Zeichen in der Branche dementsprechend weiterhin auf Wachstum. Im vierten Quartal registrierte der BSW ein Absatzplus von fast 50 Prozent. Die Nachfrage habe sich zuletzt verdreifacht, so Körnig. (lm)


