
Der SC Freiburg und die Badenova bauen ihre langjährige Partnerschaft aus. Der südbadische Versorger wird umfassender Energie-und Umweltpartner des Vereins, wie der Fußballclub mitteilt. Im Zuge der Partnerschaft wird das neue Stadion des SC Freiburg solar, digital und elektromobil. Bei allen drei Themen fungiert die Badenova demnach als Umsetzer und Dienstleister.
Größtes Projekt ist das geplante Solarkraftwerk auf dem Dach des Stadions. Mit einer Spitzenleistung von 2300 Kilowattpeak (kWp) soll die Anlage ca. 2,3 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen und somit den derzeit prognostizierten Jahresstrombedarf des Stadions CO2-frei decken können. Dazu investiert der Energieversorger 1,5 bis 1,8 Mio. Euro. Die erwartete Amortisationsdauer betrage 10 Jahre, heißt es.
Wärmeverbrauch im Stadion
Ein weiterer Baustein ist die Wärmeversorgung aus Industrieabwärme. Durch den Bau einer Leitung vom Cerdia-Gelände bis zum Stadion werden auch große Abnehmer wie die Messe Freiburg und das Fraunhofer IPM mit Abwärme aus der Cerdia-Produktion versorgt.
Über drei separate Übergabestationen wird zum einen der Wärmebedarf des Stadiongebäudes gedeckt. Zum anderen wird aber auch die Wärme für die Beheizung des Stadionrasens und der Trainings-Rasenplätze geliefert. Damit wird auch der komplette Wärmeverbrauch des Stadions aus CO2-freien Quellen gedeckt.
Streaming-Angebote für Stadionbesucher
Außerdem steuert die Badenova-Tochter BadenIT eine neue Internetarchitektur für das Stadion bei. Dies geschieht durch Bereitstellung einer 10-G-Internetanbindung für W-Lan, von Streaming- und Komfortangeboten für die Stadionbesucher. Außerdem will die IT-Tochter die ständige Verfügbarkeit garantieren, indem sie das Netz über eigene regionale Rechenzentren absichert.
Um Verkehrsspitzen während der Spieltage abzufangen, bestehte auch die Option zum Bandbreitenausbau bis zu 40 Gbit/s, heißt es weiter. Ein weiterer Aspekt betrifft die redundante Vernetzung des neuen Stadions und des Schwarzwald-Stadions mit eigenem Glasfasernetz. So soll der Zugriff auf zentrale IT-Systeme und Internet überall möglich sein.
Zehn Ladepunkte auf dem Parkplatz
Zusätzlich rüsten Badenova und ihre Netztochter bnNETZE das Stadion auch mit der nötigen Infrastruktur für den wachsenden Bedarf an E-Mobilität aus. Auf dem Besucherparkplatz entstehen im ersten Schritt zehn Ladepunkte mit jeweils 22 kW Ladeleistung. Das System sei so konzipiert, dass bei wachsendem Bedarf jederzeit die Kapazitäten um weitere Ladepunkte vergrößert werden können, erklärt Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der Badenova. (jk)



