Das "rote Rathaus" in Berlin.

Das "rote Rathaus" in Berlin.

Bild: © Elke Hannmann/Pixelio

Die Berliner Stadtwerke bieten den Bezirken ihrer Stadt Verträge für mehre PV-Dachanlagen von der Planung bis zum Bau an. Jüngster Abnehmer eines solchen „Bezirkspakets“ ist Spandau.

Dort werden ab nächstem Frühling fünf Anlagen mit rund 300 kWp Leistung errichtet. Als Standort dienen verschiedene Schulen und das Ordnungsamt. Letzteres hat künftig mit 79 Prozent die höchste Eigenverbrauchsquote des vor Ort erzeugten Sonnenstroms.

Erzeugen und Verbrauchen vor Ort

Und genau darum geht es bei den „Bezirkspaketen“ – möglichst viel Ökostrom dort verbrauchen, wo er auch erzeugt wird. Neben Spandau hat der Versorger aus der Hauptstadt bereits mehrere andere Stadtteile, darunter Lichtenberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenik oder Mitte, unter Vertrag. Insgesamt 49 Solaranlagen sollen so zur klimafreundlichen Versorgung kommunale Liegenschaften beitragen.

Für Spandau könnte das Anlagenbündel erst der Anfang einer Solaroffensive sein, wie der Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) durchblicken lässt: „Wir haben über den jetzt geschlossenen Vertrag hinaus eine Untersuchung des Solarpotenzials der Altstadt beim auf erneuerbare Energien spezialisierten Reiner-Lemoine-Institut in Auftrag gegeben. Aus den Ergebnissen der Studie möchten wir ein zweites Bezirkspaket entwickeln.“

Keine Zusatzkosten

Für die Bezirksämter entstehen durch die Kooperation mit den Stadtwerken übrigens keine Zusatzkosten, denn sie verpachten die Dächer für einen symbolischen Betrag und pachten im Gegenzug die Solaranlage. Durch den eingesparten Netzstrom kann die Anlage refinanziert werden. (lm)

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