Hinter dem Verein InfraLab haben sich die Berliner Wasserbetriebe, die Berliner Verkehrsbetriebe, Stromnetz Berlin, GASAG und Vattenfall, Berliner Stadtreinigung vereint: Das selbst erklärte Ziel – ein „besseres Berlin“ - BE:tter 2030. Hierfür soll an 10 Stellschrauben gedreht werden. Auch wenn diese im Positionspapier noch recht vage ausgedrückt sind, wurden sie teilweise schon mit konkreten Projekten untermauert, wie in der InfraLab-Pressekonferenz am Mittwoch deutlich wurde.
Exemplarisch im Wärmebereich sind die Berliner Wasserbetriebe unterwegs. Diese haben einen digitalen Abwasserwärme-Atlas aufgebaut, um die Wärmepotenziale herauszuarbeiten. Nun sollen diese sukzessive gehoben werden. Immerhin hat die Bundeshauptstadt ein Netz von rund 10.000 Kilometer und damit viele Möglichkeiten die Abwärme des Abwassernetzes zu nutzen.
Sensare & Energieeffizienz-Netzwerk 2.0
Parallel dazu agiert das Energieeffizienz-Netzwerk 2.0 als weitere Maßnahme. Die InfraLab-Unternehmen haben bereits in einer ersten Runde 53 Mio. kWh Energie eingespart, was rund 14.000 Haushalten entspricht. Damit einher sank auch der CO2-Austoß um 17.000 Tonnen. Die neue Zielmarke liegt bei einer Einsparung von weiteren 25 Mio. kWh. Dies soll laut Klaus Wein, Leiter Energiepolitik und CSR bei der GASAG dadurch erreicht werden, dass Heizungsanlagentechnik optimiert und Energieträger umgestellt würden. Auch eine Elektrifizierung der Fuhrparks werde forciert.
Digitalisierung und das Internet-of-Things: Mit dem Projekt „Sensare“ hat die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein Frühwarnsystem für Starkregenereignisse in einer Pilotphase implementiert und erprobt. „Das Berlin der Zukunft ist umwelt- und lebensfreundlich, digital, vernetzt und resilient. Als InfraLab wollen wir die Stadt dabei mit unserer Expertise als große Infrastrukturbetreiber unterstützen“, sagte Claudia Rathfux, Vorsitzende des InfraLab und Prokuristin und Bereichsleiterin bei Stromnetz Berlin, auf der Pressekonferenz. (gun)



