Der Biomasse-Direktvermarktungsmarkt gilt als hart umkämpft. (Symbolbild)

Der Biomasse-Direktvermarktungsmarkt gilt als hart umkämpft. (Symbolbild)

Bild: © Guido Kirchner/dpa

Die Aachener Stadtwerke-Kooperation Trianel hat einen Teil des Gewi-Direktvermarktungsportfolios im Bereich Biomasse übernommen. Das bestätigten Sprecherinnen der beiden Unternehmen auf ZfK-Anfrage. Über die Höhe der Mengen habe man jedoch Stillschweigen vereinbart, teilten sie mit.

Gewi ist die Direktvermarktungstochter des Hannoveraner Energiedienstleisters Getec. In der ZfK-Sommerumfrage hatte das Unternehmen für 1. Juli ein Biomasse-Portfolio von 100 Megawatt (MW) angegeben. Trianel veröffentlicht grundsätzlich keine Zahlen zu Einzeltechnologien in der Direktvermarktung. Insgesamt hatten die Aachener nach eigenen Angaben zum 1. Juli ein Direktvermarktungs-Portfolio von 2400 MW. Das Gewi-Portfolio wuchs zur Jahresmitte sogar von 3200 auf 3800 MW.

Gewi: Kein Ausstieg aus Biomasse-Direktvermarktung

Wie eine Getec-Sprecherin versicherte, steigt Gewi nicht vollständig aus der Direktvermarktung von Biomasse aus. Tatsächlich wirbt der Händler auf seiner Internetseite weiterhin um Neukunden auch im Bereich Biomasse.

Trianel wiederum verweist in ihrem Internetaufttritt darauf, dass es verstärkt auf flexible Biogasanlagen setze. "Mithilfe eines internen Bilanzkreisausgleichs lässt sich damit vor allem die volatile Windenergieproduktion ausgleichen", heißt es dort. "Gewinner sind dabei alle: der Biogasanlagenbetreiber, Trianel sowie das Energiesystem, das so im Gleichgewicht gehalten werden kann."

Marktführer verliert Mengen

Die Biogas-Direktvermarktung gilt als hart umkämpftes Feld. Unter anderem der Marktführer Energy2Market musste in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Federn lassen. Das Biogas-Portfolio sei gesunken, hatte er auf ZfK-Anfrage mitgeteilt. "Zwar gibt es Zuwächse durch Redispatch und Marktpreise, aber auch Abgänge im Rahmen des Verdrängungswettbewerbs."

Im Biomasse/Biogas-Ranking behauptete der Leipziger Händler mit einem Portfolio von 1691 MW trotzdem vor dem Konkurrenten Next Kraftwerke (1657 MW) Rang eins. Platz drei belegte der Oldenburger Energieversorger EWE (1000 MW). (aba)

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