Stefan Kapferer, Vorstandsvorsitzender von 50Hertz, hat erneut deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Windenergie gefordert.

Stefan Kapferer, Vorstandsvorsitzender von 50Hertz, hat erneut deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Windenergie gefordert.

Bild: © Kay Nietfeld/dpa

„Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ist enorm wichtig. Endlich haben wir nach einem jahrelangen Genehmigungs- und Klageverfahren die erforderliche Rechtssicherheit, um diese Leitung fertigstellen zu können“, kommentiert Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz das Urteil. Der 380-kV-Nordring trage maßgeblich dazu bei, Wirtschaft und Industrie im Netzgebiet von 50Hertz dekarbonisieren und die Verbraucher mit immer mehr grünem Strom versorgen zu können.
 
Bei dem Nordring-Vorhaben handelt es sich um den Ersatz einer bestehenden 220-kV-Stromleitung durch eine neue, leistungsfähigere Leitung, die deutlich mehr Strom transportieren kann. In weiten Teilen seines östlichen Verlaufs folgt der neue 380-kV-Nordring Berlin der derzeit ebenfalls im Ausbau befindlichen Autobahn A10.

Partielle Erdverkabelung als Ziel der Klage

Gegen einen Planfeststellungsbeschluss und damit gegen das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) hatten im Jahr 2019 die Gemeinde Birkenwerder, ein örtlicher Umweltverband und zwei Privatleute geklagt. Deren Ziel war es, eine Leitungsführung in größerer Entfernung zum Ort oder eine partielle Erdverkabelung zu erreichen.
 

Daten zum 380-kV-Nordring Berlin

Der 380-kV-Nordring Berlin gliedert sich in zwei Leitungsabschnitte: Der Westteil reicht vom Umspannwerk Wustermark bis zum Oder-Havel-Kanal und ist bereits errichtet. Der Ostteil verläuft vom Oder-Havel-Kanal bis zum Umspannwerk Neuenhagen und schließt Abzweige zu den Umspannwerken Hennigsdorf und Malchow ein. Hier werden an einigen Stellen außerhalb des Bereichs von Birkenwerder, der im Fokus der Kläger stand, bereits Fundamente und Masten errichtet.

Die gesamte Nordring-Leitung ist rund 75 Kilometer lang und löst die Ende der 1950er Jahre errichtete 220-kV-Verbindung zwischen Wustermark und Neuenhagen ab. Das Vorhaben umfasst neben dem Leitungsneubau auch den Umbau mehrerer Umspannwerke. (sg)
 

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