Die "SmartSolarBox" wird auseinandergeklappt und anschließend mit den bereits platzierten Systemen verbunden.

Die "SmartSolarBox" wird auseinandergeklappt und anschließend mit den bereits platzierten Systemen verbunden.

Bild: © Smartvolt AG

Der PV-Spezialist Smartvolt hat eine faltbare Solarstromanlage für Flachdächer auf den Markt gebracht. Die Lizenzpartner des Schweizer Unternehmens im In- und Ausland liefern das Plug-and-Play-System vorkonfektioniert, verkabelt und ballastiert auf Mehrwegplatten zum Aufstellungsort, wie Smartvolt mitteilt. Mit einem Kran werde die "SmartSolarBox" dann auf das Dach gebracht und von Installateuren auseinandergefaltet. Für die Montage braucht es lediglich einen Akkuschrauber. Demnach können drei Personen an einem einzigen Tag eine 200-kW-Anlage installieren.

Ohne Dachdurchdringung lasse sich das System auf Flachdächern aus Folie, Bitumen oder Kies bis 5 Grad Neigung installieren. Der Kran trägt dabei das gesamte Gewicht. Zudem lasse sich die "SmartSolarBox" sowohl schnell ab- als auch wieder aufbauen. Moduloptimierer und Modulwechselrichter lassen sich ab Werk in das aus beschichtetem Stahl bestehende System integrieren. Die neue Version 5.0 wurde für HalfCut-Solarmodule bis 570 Wattpeak optimiert, soll sich aber auch für Solarmodule mit 440 Watt Leistung eignen.

 

Markt für Flachdächer

"Mit der SmartSolarBox wollen wir den internationalen Solarmarkt für Flachdachsysteme revolutionieren", erklärt Andreas Fankhauser, der Smartvolt gemeinsam mit Andreas Mader leitet. "Die SmartSolarBox ist unsere Antwort auf den Fachkräftemangel bei der Umsetzung der Energiewende", ergänzt Mader. "Installationsfirmen können mit unserem System bis zu dreimal so viele Solaranlagen installieren als es mit herkömmlichen Unterkonstruktionen möglich wäre."

Zu den Referenzprojekten zählen die Installationen der Nyffenegger Solar GmbH aus der Schweiz, die seit 2018 die SmartSolarBox verbaut. Für seine erste 250-kW-Anlage hat das Unternehmen 203 der faltbaren Systeme installiert. "Wir haben das ganze Dach in eineinhalb Tagen belegt", lässt sich Firmenchef Beat Nyffenegger zitieren. "Mit einem herkömmlichen Montagesystem hätten wir dafür zwei Wochen gebraucht." (jk)

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