Die Energie für das neue Regionalstromprodukt der Städtischen Werke Kassel stammt aus den neun Windkraftanlagen des Windparks Stiftswald in Nordhessen.

Die Energie für das neue Regionalstromprodukt der Städtischen Werke Kassel stammt aus den neun Windkraftanlagen des Windparks Stiftswald in Nordhessen.

Bild: © Städtische Werke Kassel

Die Städtische Werke AG aus Kassel bietet ab sofort ein regionales Windstromprodukt auf der Basis von Regionalnachweisen an. Das Regionalstromprodukt ist für den EEG-geförderten Anteil regional gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Strom stammt vollständig aus den neun Windkraftanlagen des Windparks Stiftswald in Nordhessen. Die Anlage produziert jährlich rund 74 GWh Ökostrom und versorgt gut 30.000 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von im Schnitt je 2500 kWh.

Kunden, die sich für das Regionalstromprodukt entscheiden, zahlen drei Euro Aufpreis auf alle Tarifprodukte der Städtischen Werke, der Fulda-Eder Energie sowie der Gemeindewerke in Kaufungen, Großalmerode und Niesetal. "Wir bieten seit 2007 Naturstrom aus Wasserkraft auf Basis von Herkunftsnachweisen. Mit dem Regionalstromprodutkt gehen wir nun den nächsten Schritt", erklärt Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke.

"Problemlos erweiterbar"

"Wird das Regionalstromprodukt gut angenommen, können wir problemlos weitere erneuerbare Erzeugungsanlagen in der Region mit in unser Regionalstromprodukt aufnehmen", stellt Olaf Hornfeck, Vorstand der Städtischen Werke und zuständig für den Vertrieb, klar. Das Erzeungungsportfolio des Kommunalversorgers biete genügend Spielraum. Der Windpark Stiftswald wurde von den Städtischen Werken geplant, projektiert und gebaut und wird auch von dem Kasseler Energieversorger betrieben.

Neben den Städtischen Werken sind als Gesellschafter die sechs regionalen Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Wolfhagen, Kaufunger Wald, Waldhessische Energiegenossenschaft, die Bürgerenergie Werra-Meißner und DEiN eG aus Niestetal an dem Windpark Stiftswald beteiligt. Weitere Eigner sind die Partnerstadtwerke aus der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) Eschwege und Bad Sooden-Allendorf, die Gemeinde Kaufungen, die Gemeindewerke Lohfelden sowie die Kommunalwerke Region Kassel – ein Unternehmen der Kommunen Baunatal, Lohfelden, Söhrewald, Ahnatal, Fuldatal und Vellmar.

"Regional erzeugt, regional verbraucht"

"Regionaler als unser Regionalstrom ist nicht möglich", so Hornfeck. "Er wird regional erzeugt, er wird regional verbraucht und auch die Gesellschafter des Windparks kommen aus ganz Nordhessen und sind allesamt kommunal und bürgerschaftlich geprägt." Seit Einführung des Regionalnachweisregisters Anfang des Jahres sind mittlerweile diverse Regionalstromprodukte auf den Markt gekommen. So haben die Rheinenergie und die Stadtwerke Soest vor kurzem eine White-Label-Lösung vorgestellt, die jedem Stadtwerk die Entwicklung eines eigenen Lokalstromprodukts ermöglichen soll. Die Wuppertaler Stadtwerke haben erst kürzlich eine Weiterentwicklung ihrer Grünstrom-Vermarktungsplattform Talmarkt vorgestellt, sie kooperien dabei jetzt mit den Stadtwerken Bremen, der Energieversorgung Halle und den Stadtwerken Trier. (hoe)

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