Schwache Windmonate haben der Kohle im ersten Halbjahr 2021 zu einem Comeback verholfen.

Schwache Windmonate haben der Kohle im ersten Halbjahr 2021 zu einem Comeback verholfen.

Bild: © Gritte/Unsplash

Das Berliner Start-up Nextwind verdoppelt sein Portfolio und erwirbt zehn neue Windparks. Verkäufer ist der Projektentwickler Qualitas Energy Deutschland. Über die Höhe des Kaufpreises haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart, wie Nextwind mitteilt. Nach Informationen des Magazins "Business Insider" soll es aber um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag gehen.

"Wir wachsen deutlich schneller als geplant", sagt Lars Meyer, Co-CEO von Nextwind. " Mit der aktuellen und vielen weiteren kleinen Transaktionen werden wir unser strategisches Ziel, dem Energiemarkt mittelfristig ein Gigawatt grüner Energie zur Verfügung zu stellen, nun deutlich früher erreichen."

Bis zu 300 MW

Das junge Unternehmen hatte erst in diesem Jahr in einer zweiten Finanzierungsrunde 750 Mio. US-Dollar eingenommen (Die ZfK berichtete). Mit der jüngsten Transaktion hat Nextwind sein Windpark-Portfolio damit zügiger erweitert als ursprünglich geplant.

Die zehn neuen Windparks haben zusammen eine installierte Leistung von 112,5 MW. Nach Repowering soll die Gesamtkapazität auf rund 300 MW steigen, wie Qualitas Energy mitteilt. Mehrere der Projekte haben demnach bereits das Genehmigungsverfahren durchlaufen und gehen nun in die Bauphase.

Energie verdreifachen

Nextwind will alle seine Windkraftanlagen nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren repowern und die auf den Flächen erzeugte Energie verdreifachen. Die Genehmigungen dafür lägen teilweise bereits vor. Durch die erneuerten Anlagen könnten dann bis zu 400.000 Haushalte mit grüner Energie versorgt, heißt es.

"Unser Weg ist klar darauf ausgerichtet, einen grünen unabhängigen Energieversorger in Deutschland zu bauen," sagt Werner Süss, ebenfalls Co-CEO von Nextwind. Die Windparks seien zudem langfristig für die Kombination mit Photovoltaikanlagen sowie Batterien zur Zwischenspeicherung geeignet.

21 Windparks

Nextwind wurde erst 2020 gegründet. Nach der jüngsten Transaktion verfügt das Unternehmen über ein Portfolio von 21 Windparks mit knapp 150 Windenergieanlagen. Im Repowering-Zustand sollen die Anlagen ein Kapazitätspotenzial von über 750 MW haben. Weitere Ankäufe von Windparks sollen unmittelbar vor dem Abschluss stehen. (jk)

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