Die Naturstrom AG bietet Ökostrom sowie dazugehörige Regionaltarife gemeinsam mit Bürgerenergieakteuren an. "In der gesetzlich vorgegebenen Stromkennzeichnung konnten wir bisher die regionalen Quellen jedoch nicht als solche ausweisen. Das Regionalnachweisregister bietet uns nun diese Möglichkeit und schließt den regionalen Kreislauf von Erzeugung und Lieferung“, beschreibt Naturstrom-Vorstand Tim Meyer die 2019 neu eingeführte Kennzeichnungsmöglichkeit.
Das Unternehmen teilt mit, dass hierfür eine Anlage bei Naturstrom in der Direktvermarktung sein und sich im Umkreis von 50 Kilometern zu den belieferten Stromkunden befinden müsse. "Auch für Projektentwickler und Betreiber gewinnen günstige Anwohnertarife an Bedeutung, da solche Tarife die Akzeptanz vor Ort steigern und die Relevanz von Öko-Kraftwerken sichtbar machen", ergänzt Meyer.
Ein Ansatz, aber noch verbesserungswürdig
Jedoch ist der bürokratische Aufwand noch sehr hoch, daher nehmen bislang nur wenige Stromanbieter die neuen Möglichkeiten der Regionalkennzeichnung wahr. "Das vom Gesetzgeber bereitgestellte Instrument ist ein Ansatz, um die Vermarktung von Strom aus dem unmittelbaren Umkreis der Verbraucherinnen und Verbraucher zu unterstützen", erläutert Meyer. In seiner aktuellen Ausführung sei das Regionalnachweisregister aber unnötig komplex und so in der Praxis nur mit erheblichem Aufwand nutzbar. (gun)



