Der Verein Grüner Strom-Label hat seinen Kriterienkatalog aktualisiert.

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Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Rund anderthalb Tage nach dem Einsturz eines großen Windrads in Haltern ist in Nordrhein-Westfalen erneut ein Windrad havariert. In dem auf einem Feld bei Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) stehenden Windrad brach am Freitagmorgen aus noch ungeklärter Ursache in der sogenannten Gondel ein Feuer aus. Es habe die Rotornabe im Bereich des Maschinenraums gebrannt, sagte ein Sprecher der Kreisleitstelle Steinfurt.

Weil der Brand sich zu weit oben am Windrad befand, ließ sich das Feuer nicht löschen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich deshalb weiträumig ab und ließ das Feuer kontrolliert abbrennen. Laut Feuerwehr brannte der Betriebskopf aus. Zudem wurden die Flügel des Windrads durch die Hitze leicht abgesenkt. Teile der Verkleidung fielen herunter. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus, wie ein Sprecher der Kreispolizei Steinfurt berichtete.

Windrad gehört privater Betreibergemeinschaft

Nach Angaben eines Sprechers der Gemeinde Neuenkirchen gehört das Windrad einer privaten Betreibergemeinschaft. Es wurde vor 19 Jahren errichtet und hatte eine Leistung von 1500 Kilowatt. Die Rotornabe befindet sich in einer Höhe von 100 Metern. Die Flügelspitzen erreichen eine Höhe von knapp 139 Metern über dem Erdboden. Der Betreiber hat nach Angaben des Sprechers noch nicht entschieden, was jetzt mit der Anlage geschehen soll - ob sie instandgesetzt oder abgerissen wird.

Erst am Mittwochabend war in Haltern im Norden des Ruhrgebiets ein nagelneues Riesen-Windrad (Nabenhöhe: 164 Meter) aus noch ungeklärter Ursache zusammengebrochen. Auch dort wurde niemand verletzt. Die Polizei hat auch dort keinen Hinweis auf eine Straftat. Am Freitag begannen Experten damit, die Trümmer zu untersuchen, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft RAG Montan Immobilien berichtete. Wie lange die gutachterlichen Untersuchungen dauern werden, sei unklar. Die Untersuchungen könnten mehrere Wochen dauern, sagte er. Insgesamt seien am Freitagvormittag knapp 20 Fachleute und Beteiligte vor Ort gewesen. (dpa/hoe)

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