Der insolvente Windkraftanlagenhersteller Senvion und die Stadtwerkekooperation Trianel haben sich auf einen neuen Anlagenliefervertrag für den Offshore-Windpark Borkum II geeinigt. Dieser stellt die Lieferung der Windkraftanlagen für das Großprojekt sicher. Bis Herbst dieses Jahres will Senvion die verbleibenden 17 der insgesamt 32 Anlagen mit einer Leistung von je rund 6 MW ausliefern.
"Gemeinsam mit Senvion haben wir eine tragfähige Lösung gefunden, die die Produktion und pünktliche Lieferung der weiteren Anlagen sicherstellt. Auf dieser Grundlage können wir die Bauphase des Offshore-Windparks fortsetzen und im Juni mit der Installationskampagne starten", sagt Klaus Horstick, Kaufmännischer Geschäftsführer der Trianel Windpark Borkum II GmbH & Co. KG (TWB II). Der Start der Errichtungskampagne war ursprünglich für Mitte April geplant, 15 der insgesamt 32 Anlagen waren bis dahin fristgerecht ausgeliefert worden.
Generalunternehmervertrag wird angepasst
"Die bisherige Verschiebung im Bauzeitplan können wir auffangen und gehen davon aus, wie geplant bis Ende 2019 den Windpark fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen", ergänzt Irina Lucke, Technische Geschäftsführerin der TWB II. Der Anlagenhersteller Senvion hatte im April Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der ursprünglich zwischen Senvion und TWB II geschlossene Generalunternehmervertrag musste deshalb angepasst werden. Der Servicevertrag mit Senvion bleibt aber bestehen.
Für die Installation der Windkraftanlagen steht TWB II in direkten vertraglichen Verhältnissen mit Subunternehmen. An dem Windpark beteiligt sind die EWE AG, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich gemeinsam mit der schweizerischen Fontavis sowie 17 Stadtwerke aus Deutschland im Zusammenschluss mit der Stadtwerke-Kooperation Trianel. TWB II ist die zweite Ausbaustufe des kommunalen Offshore-Windparks in der Nordsee, die Gesamtleistung der 32 Anlagen liegt bei rund 200 MW. (hoe)



