Sonnen setzt seine Wachstumsstrategie fort und eröffnet ein Operations Center an seinem Hauptsitz in Wildpoldsried. Auf rund 4.000 Quadratmetern neuer Produktions- und Logistikfläche können bis zu 10.000 Sonnen-Batterien im Monat produziert werden. Dazu kommen neue Gebäude für die Forschung und Entwicklung sowie für weitere Unternehmensteile.
Bei einer durchschnittlichen Speichergröße von zehn Kilowattstunden, entspricht dies einer jährlichen Kapazität von 1,2 Gigawattstunden sauberer Energie. Damit wolle man die Basis liefern, dass sich jährlich rund 120.000 Haushalte überwiegend mit sauberer und selbst erzeugter Energie versorgen können, so Sonnen.
Virtuelles Kraftwerk Schlüssel für Energiewende
„Stromspeicher sowie damit verbundene digitale Technologien wie unser virtuelles Kraftwerk sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Erst diese Kombination aus dezentralen Speichern und intelligenter Vernetzung kann schwankende Energiequellen konstant und stabil machen“, sagt Oliver Koch, CEO von Sonnen.
Weitere Stellen geplant
An seinem Hauptsitz im Allgäuer Energiedorf Wildpoldsried beschäftigt Sonnen rund 350 seiner weltweit rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die weitere Expansion sollen zahlreiche neue Stellen entstehen. Hier werden die Stromspeicher für die europäischen Märkte sowie für weitere internationale Märkte produziert. In Wildpoldsried befindet sich außerdem der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Sonnen.
Jede Sonnen-Batterie ist dem Hersteller zufolge so technisch ausgelegt, dass sie Teil von seinem virtuellem Kraftwerk sein kann, das man seit nahezu drei Jahren betreibe. Dabei werden die Batterien so miteinander vernetzt, dass sie einen virtuellen Großspeicher bilden, der innerhalb von Sekunden das Stromnetz entlasten kann.
Über 2,3 GWh Speicherkapazität in Deutschland
Kunden müssen für die Stromkosten demnach nichts bezahlen und erhalten eine Gewinnbeteiligung am virtuellen Kraftwerk. Diese setzt Sonnen auch in Italien, den USA oder Australien ein. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein eigenes Batterieforschungslabor in Wildpoldsried, in dem neue Batterietechnologien für ihren Einsatz in Stromspeichern untersucht werden.
Zum Vergleich: Laut Bundesverband Energiespeicher (BVES) gab es in Deutschland im Frühjahr 2021 rund 300.000 Stromspeicher, was etwa einer Kapazität von 2,3 GWh entspricht. (sg)



