War die größte bezuschlagte Anlage in der dritten Ausschreibungsrunde: das Kraftwerk Bergkamen in Nordrhein-Westfalen.

War die größte bezuschlagte Anlage in der dritten Ausschreibungsrunde: das Kraftwerk Bergkamen in Nordrhein-Westfalen.

Bild: © Steag

Das Steinkohlekraftwerk Bergkamen in Nordrhein-Westfalen kehrt frühzeitig aus der Sommerpause zurück. Statt Anfang Oktober geht es bereits wieder am 6. September ans Netz, wie der verantwortliche Steag-Konzern der Bundesnetzagentur sowie dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion mitteilte.

Die aktuelle Marktlage und die Energiepreise hätten für einen vorübergehenden Zeitraum die Chance eröffnet, die Kraftwerkskapazität Bergkamens vermarkten zu können, erläuterte ein Steag-Sprecher auf ZfK-Nachfrage.

Hohe Strompreise

Seit Tagen bewegen sich die Strompreise im Spotmarkt konstant über 90 Euro pro MWh. Im Frontjahreskontrakt sind es an der Energiebörse EEX ebenfalls mehr als 80 Euro pro MWh (Base). Grund dafür sind unter anderem eine anziehende Konjunktur und ein unterdurchschnittlicher Erneuerbaren-Output.

Wie bereits 2020 wurde Bergkamen auch dieses Jahr Anfang April vorübergehend stillgelegt. Steigende CO2-Preise und fortschreitender Erneuerbaren-Zubau machten der Anlage in den vergangenen Jahren zunehmend zu schaffen. (Die ZfK berichtete.)

Seit 1981 in Betrieb

Das Kraftwerk ist nach Steag-Angaben seit 1981 am Netz und verfügt über eine Nettokapazität von 717 MW.

Im Juli hatte die Bundesnetzagentur bekanntgegeben, dass Bergkamen im Rahmen der dritten Ausschreibungsrunde zur Stilllegung von Kohlekraftwerken Ende Oktober 2022 vom Netz gehen werde. (Die ZfK berichtete.) Dabei bleibe es, versichert die Steag. (aba)

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