Bis 2028 soll der Vorsteuergewinn des Unternehmens auf etwa 120 Millionen Euro wachsen.

Bis 2028 soll der Vorsteuergewinn des Unternehmens auf etwa 120 Millionen Euro wachsen.

Bild: © fotograf-halle.com/AdobeStock

Von Hans-Peter Hoeren

Im Juli dieses Jahres ist es am Energiemarkt einen deutlich weniger Negativpreise gegeben als im Vorjahreszeitraum. Die Statistik der Börse Epex Spot verzeichnet insgesamt 24 Stunden mit Negativpreisen, die sich meist im eher geringfügigen Bereich bewegten. Im Juli 2024 hatte es insgesamt 85 Stunden mit Negativpreisen gegeben, teilweise bewegten sich diese bei bis zu knapp 79 Euro pro Megawattstunde.

"Mit 189 Sonnenstunden war der Juli 2025 vergleichsweise sonnenarm, sodass die Sonneneinspeisungen in diesem Monat deutlich geringer waren als im Juli letzten Jahres", schreibt Philipp Eggert, Leiter Marktanalyse bei der Stadtwerkekooperation Trianel. Ein weiterer Grund sei das geringere Windaufkommen gewesen.

Ähnlich fällt die Einschätzung von Andreas Schwenzer, Energieexperte und Partner beim Beratungsunternehmen Advyce, aus. Durch die reduzierte Anzahl an Sonnenstunden sie die PV-Produktion im Juli bei 9,1 Terawattstunden (TWh) gelegen. Das seien 250 Gigawattstunden weniger als im Juli des Vorjahres. Die Solarstromproduktion im abgelaufenen Monat liege damit auch um 1150 bis 1200 Gigawatttstunden unter der PV-Einspeisung aus dem Mai und Juni dieses Jahres.

"Die reduzierte PV-Produktion im Juli 2025 spiegelt sich direkt in der reduzierten Anzahl der Stunden mit negativen Preisen in diesem Zeitraum wider", so Schwenzer weiter. Von einem Trendwechsel in Sachen Negativstunden geht er indes nicht aus. Schließlich hätten die Stunden mit Negativpreisen im zweiten Quartal dieses Jahres mit 380 Stunden um 70 Prozent über dem Vergleichsquartal im Jahr 2024 gelegen.

Volatilität wird durch Erneuerbaren-Ausbau weiter zunehmen

"Wir sehen auf einen längeren Zeitraum betrachtet keine unterschiedliche Entwicklung in 2025 im Vergleich zu 2024, sondern insgesamt eine Fortsetzung des Trends zunehmender Stunden mit negativen Strompreisen", verdeutlicht Schwenzer. Dieser Trend könne durch temporäre Wetterphänomene zeitweise unterbrochen werden.

Die weitere Entwicklung am Strommarkt hänge naturgemäß von der Wetterlage ab. Falle in regnerischen Monaten die PV-Einspeisung, könne mit einer reduzierten Anzahl von Stunden mit negativen Strompreisen gerechnet werden.

Aufgrund des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien, insbesondere von Solarstrom, sei künftig mit einer weiteren Zunahme der Volatilität an den Strombörsen und negativen Strompreisen in Spitzenproduktionszeiten zu rechnen.

"Die Strompreise sind stark vom wetterabhängig. Damit werden Prognosen herausfordernder." Philipp Eggert, Trianel

Erzeugungsspitzen verschieben

"Wir beobachten zunehmend eine starke Wetterabhängigkeit bei der Entwicklung der Strompreise. Damit werden Prognosen herausfordernder. Vornehmlich der zunehmende Anteil von PV macht hier große Schwankungen möglich", ergänzt Eggert von Trianel.

Der Umgang mit Negativpreisen werde grundsätzlich in einem zunehmend erneuerbaren Energiesystem zunehmen. "Hier wird es wichtig sein, Flexibilitätsoptionen in den nächsten Jahren aufzubauen, um Erzeugungsspitzen verschieben zu können", sagt Eggert. Auch der Netzausbau bleibe weiterhin wichtig, um die Erzeugung aus erneuerbaren Energien besser verteilen zu können.

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