Viessmann bietet sein System aus Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Wohnungslüftung, Photovoltaik-Anlage, Charging Station und Stromspeicher "aus einer Hand" an.

Viessmann bietet sein System aus Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Wohnungslüftung, Photovoltaik-Anlage, Charging Station und Stromspeicher "aus einer Hand" an.

Bild: © Viessmann

Der Anbieter von Klimalösungen Viessmann hat sein Angebot für ein strombasiertes Energiesystem erweitert. Bisher kombinierte das Produkt Photovoltaik (PV)-Module und Stromspeicher mit Wärmepumpen, Elektro-Heizsystemen einem Energie-Management über die hauseigene App. Nun kommt auch eine Wallbox zum intelligenten Laden von Elektrofahrzeugen sowie eine Unterverteilung hinzu, wie Viessmann mitteilt.

Die Ladestation soll dabei die PV-Anlage ergänzen, zum Beispiel in Kombination mit einem Stromspeicher. Die Wallbox könne durch solares Aufladen des Elektroautos den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms erhöhen und damit die Kosten durch Netzstrom verringern, erklärt der Heizungsbauer. Bereits zuvor hatte Viessmann angekündigt, seine Speicherproduktion massiv auszubauen. (Die ZfK berichtete)

Kombination aus Solar- und Netzstrom

Die "Charging Station" bietet nach Herstellerangaben bis zu 11 kW Ladeleistung (3-phasig) mit dem Ladekabel Typ 2 (7,5 m). Ein MID-Zähler, Kabelaufhängung und die sichere RFID-Autorisierung für mehrere Nutzer soll das Handling vereinfachen. Die Ladelösung ist bereits erhältlich.

Die Wallbox lässt sich demnach direkt in das "Energy Management" einbinden. Über die eine App erhalten Nutzer volle Transparenz über den Ladevorgang und ihre Ladeautarkie. Außerdem soll es eine "Green Charging"-Funktion geben, die das Laden mit reinem Solarstrom ermöglichen soll. Dies soll vor allem in Kombination mit Stromspeciher oder einer Wärmepumpe erfolgen. Bei Bedarf sei auch ein "Mixed Charging"-Modus möglich, um das Elektrofahrzeug schnell mit Netz- und Solarstrom aufzuladen.

"Blackout-Schutz"

Das Energie-Management-System überprüfe darüber hinaus die maximale Leistung des Hausanschlusses und passe die Ladeleistung automatisch beim Betrieb mehrerer Verbraucher an. Mit einem sogenannten "Blackout-Schutz" will Viessmann die Betriebssicherheit der Anlagen garantieren, während gleichzeitig die verfügbare Ladeleistung maximiert werden soll.

Unterverteilung auch für Teilsysteme

Zudem bietet Viessmann eine neue Unterverteilung an, um die verschiedenen Komponenten innerhalb des elektrischen Energiesystems zu vernetzen und mit dem Stromnetz zu verbinden. Die Unterverteilung bietet nach Herstellerangaben alle notwendigen elektrischen Vorverdrahtungen und Absicherungen für das 3-phasige Energiesystem, etwa für Speicher, Wärmepumpe sowie Wallbox.

Die Unterverteilung könne auch nur für Teilsysteme wie etwa eine Wärmepumpe genutzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt können jederzeit weitere Komponenten, wie etwa ein Stromspeicher, hinzugefügt werden, heißt es.

Assistent kommuniziert mit Netzbetreiber

Zusätzlich bietet Viessmann auch einen "Adminprofi" an. Dabei handelt es sich um einen digitalen Antragsassistent, der die Planung der Unterverteilung sowie die Prüfung der Kompatibilität zum Energiesystem übernimmt. Für Nutzer entfalle so die aufwändige Kommunikation mit dem Netzbetreiber, teilt der Energiedienstleister mit. Nach Erhalt der Einspeisezusage und erfolgreicher Inbetriebnahme durch den Fachbetrieb nehme der Assistent zudem die Marktstammdatenregistrierung vor. (jk)

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