Seit Anfang April offiziell in Betrieb: Die Großwärmepumpe am EnBW-Standort Stuttgart-Münster.

Seit Anfang April offiziell in Betrieb: Die Großwärmepumpe am EnBW-Standort Stuttgart-Münster.

Bild: © EnBW

Am EnBW-Kraftwerksstandort in Stuttgart-Münster wurde zum Wochenbeginn ein wichtiges Etappenziel für die Wärmewende erreicht: Eine Großwärmepumpe mit 24 MW Leistung hat dort ihren Betrieb aufgenommen. Sie soll die Abwärme aus dem Restmüllheizkraftwerk der EnBW nutzbar machen. Für die Fernwärmeversorgung der Stadt bedeutet das eine Steigerung des klimaneutralen Anteils um etwa zehn Prozentpunkte auf rund 25 Prozent. Ein weiteres Großprojekt am Standort ist bereits in der Umsetzung.

Die Wärmepumpe gehöre laut dem schwäbischen Regionalversorger zu den größten ihrer Art in Deutschland und könne rein rechnerisch etwa 10.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Pro Jahr würden so etwa 15.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Und auch die Natur profitiert, denn die Wärmepumpe nutzt als Wärmequelle das Kühlwasser des Müllheizkraftwerks. Wenn dieses dann wieder zurück in den Neckar geleitet wird, ist der Wärmeeintrag in den Fluss und der Einfluss auf das Ökosystem reduziert.

Wasserstofffähiges Gaskraftwerk geht nächstes Jahr ans Netz

Die Wärmepumpe ist nur ein Meilenstein in Stuttgart-Münster, denn derzeit entsteht dort zusätzlich noch ein wasserstofffähiges Gaskraftwerkt mit einer Leistung von rund 124 MW. Die Anlage soll im Laufe des kommenden Jahres die Kohlekessel vor Ort ersetzen. In der nächsten Dekade soll dann der Fuel Switch von Gas zu H2 erfolgen. (lm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper