Der schwedische Investor Vargas Holding ist bereits durch den Speicherhersteller Polarium und den Batteriehersteller Northvolt in Deutschland bekannt. 2022 gründete Vargas auch das Unternehmen Aira, um in das Wärmegeschäft einzusteigen. Nun soll das Tochterunternehmen in Deutschland beim Wärmepumpen-Rollout als großer Spieler mitmischen.
Aira hat sich vorgenommen, in den nächsten zehn Jahren die Wärmeversorgung von 5 Mio. Haushalten in Europa auf Wärmepumpen umstellen – davon 1 Mio. in Deutschland. Die Zielgruppe dürften vor allem Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäuser sein.
5000 eigene Fachkräfte
Aira bietet ein Komplettangebot mit einem sogenannten "10-Jahre-Rundum-Sorglos Paket" sowie eine "Wohnkomfortgarantie" mit 20 Grad Raumtemperatur auch am kältesten Tag an. Das Versprechen: Die Inbetriebnahme der Wärmepumpe innerhalb von 30 Tagen ab Bestellung. Zudem stellt Aira eine "attraktive Finanzierungslösung" in Aussicht, über deren Ausgestaltung bislang nichts bekannt ist. Offenbar geht es aber um ein monatliches Zahlungsmodell.
Um die ambitionierten Ausbauzahlen umzusetzen, will das Unternehmen bis 2030 zudem über 5000 Fachkräfte in eigenen Akademien ausbilden. Die erste Ausbildungsstätte wurde jetzt in Berlin eröffnet. SHK-Anlagenbauer sowie Quereinsteiger erhalten hier eine Ausbildung, um Aira-Wärmepumpen zu verkaufen und zu installieren, heißt es.
"In Deutschland gibt es über 10 Millionen wärmepumpenfähige Ein- und Zweifamilienhäuser, denen wir helfen möchten", lässt sich Leonhard von Harrach, CEO von Aira Deutschland, zitieren. "Damit beginnen wir in Berlin und Brandenburg."
Eigene Produktionsstätte
Nachdem das Angebot von Aira zunächst nur in Berlin und Brandenburg verfügbar ist, soll es in den nächsten Monaten auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Aira verbaut dabei Wärmepumpen des deutschen Herstellers Vaillant. Zudem hieß es in einer älteren Pressemitteilung, dass das junge Unternehmen sich eine Produktionsstätte im polnischen Wrcoclaw gesichert habe. Die Produktion dort soll ab 2024 anlaufen.
Mit Vargas als Investor sei zudem geplant, die Produktpalette von Wärmepumpen unter anderem auf Photovoltaik-Anlagen und Heimbatterien aus eigener Produktion zu erweitern, hieß es weiter. (jk)



