Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Bild: © Marijan Murat/dpa

Die Mainova ist gerade mitten drin, ihr Heizkraftwerk West von Kohle auf H2-ready umzurüsten und so die Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2026 voranzutreiben. Doch allein mit einer Vergrünung der Versorgung ist es nicht getan: Der Regionalversorger hat nun die Netzausbaupläne für Frankfurt bekannt gegeben.

Das Fernwärmenetz in der Mainmetropole soll in Zukunft von derzeit 310 Kilometern auf bis zu 450 Kilometern ausgebaut werden. Gleichzeitig sollen Gebiete die bereits mit Fernwärme abgedeckt werden, nachverdichtet werden, sodass noch mehr Kund:innen Zugang zu klimafreundlicher Wärme haben.

Verfügbare Wärmemenge steigt um 50 Prozent

Insgesamt sieht die Mainova ein Fernwärmepotenzial von über 40 Prozent am Gesamtbedarf. Zum Vergleich: Aktuell werden etwa 25 Prozent der Wärme über die Fernwärme gedeckt – vorwiegend fossil.

Durch den Ausbau steigt auch die zur Verfügung stehende Wärmmenge um mehr als 50 Prozent von heute rund 2000 auf 3200 GWh pro Jahr. „Um die Fernwärme in diesem Maß ausbauen zu können, müssen neben der Finanzierung auch weitere Rahmenbedingungen wie Genehmigungen sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften, Dienstleistern und Material gewährleistet sein“, betonte Martin Giehl, Mainova-Vorstand.

Klimaneutral bis 2040

Um die Wärme künftig klimafreundlich bereit zu stellen, sollen Geothermie, Großwärmepumpen, Biomasse und Power-to-Heat zum Einsatz kommen. Derzeit kommt der Erneuerbaren-Anteil überwiegend aus einem Müllheizkraftwerk. Durch die Umrüstung des Kohle-Heizkraftwerks West auf ein modernes Gaskraftwerk sollen laut Mainova ab 2027 jährlich etwa 400.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden können. Bis 2040 will der hessische Versorger, wie von der Bundesregierung vorgegeben, klimaneutral sein. (lm)

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