So schön soll's in Braunschweig-Rautheim werden, auf der Webseite des Bauträgers ist es zu sehen.

So schön soll's in Braunschweig-Rautheim werden, auf der Webseite des Bauträgers ist es zu sehen.

© MT-Massivhaus.de

Die Kaserne „Heinrich der Löwe“ hat Rautheim zu einem kleinen Städtchen im Braunschweiger Umland werden lassen. Bis 2003 war hier die Panzerbrigade 2 der Bundeswehr stationiert. Viele Soldatenfamilien gehörten traditionell zu den Einwohnern des ehemaligen herzoglichen Dorfes, das inzwischen längst nach Braunschweig eingemeindet ist. Doch nach dem Abzug der Bundeswehr lag der Gelände brach, und im Jahre 2010 wurde es schließlich an einen örtlichen Bauträger, die Kanada Bau Gruppe, veräußert.

Derzeit entsteht nun ein Wohngebiet auf dem ehemaligen Militärgelände, etwa 100 Einfamilienhäuser, 32 Doppelhaushälften sowie 95 Reihen-Stadthäuser und etwa 350 Wohnungen sind in Planung. Natürlich sollen alle Neubauten den höchsten Anforderungen an Energieeffizienz genügen. Die Kanada Bau Gruppe und die MT Massivhaus Gruppe, die zusammen die „Wohnen Heinrich der Löwe GmbH“ bilden, haben nun die BS-Energy ins Boot geholt. Die drei haben einen Kooperationsvertrag zum Aufbau einer zukünftigen Wärmeversorgung für das Neubaugebiet unterzeichnet.

EU-Fördergelder für ein innovatives Projekt

Geplant wird vor allem ein neues Nahwärmenetz. Mit dessen Hilfe soll Abwärme aus einem Rechenzentrum im benachbarten Gewerbegebiet eingespeist werden, denn die Server des benötigen aufwendige Kühlung, um einwandfrei zu funktionieren. Die dabei entstehende Abwärme soll mithilfe einer Wärmepumpe in das neue Wärmenetz eingespeist werden. Außerdem erhält das Neubaugebiet einen Anschluss an das bestehende Braunschweiger Fernwärmenetz.

Die Kombination aus Ab- und Fernwärme macht die zukünftige Versorgung zusätzlich effizient, denn in den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Braunschweiger Heizkraftwerk Mitte an der Hamburger Straße wird Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt. Im nächsten Winter soll bereits Fernwärme zur Verfügung stehen. Die geplante Abwärmenutzung aus dem Rechenzentrum wird dabei durch das EU-Projekt „ReUseHeat“ gefördert. Es ist Teil einer Pilotreihe zur Nutzbarmachung von Abwärme im städtischen Raum. Die Realisierung des Braunschweiger Projektes teilen sich BS-Energy und Veolia. (sig)

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