Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Bild: © Marijan Murat/dpa

Die Leipziger Stadtwerke dekarbonisieren ihre Fernwärme und wollen hierzu Abwärmepotenziale am Chemie-Standort Leuna erschließen. Seit 2021 gibt es bereits eine Kooperationsvereinbarung mit der TotalEnergies, die die dortige Raffinerie betreibt. Nun hat das Projekt eine Förderzusage im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze bekommen.

Gut 70 Mio. Euro erhalten die Leipziger Stadtwerke, um eine rund 19 Kilometer lange Verbindungstrasse zwischen dem Standort des Versorgers in Kulkwitz und der Raffinerie in Leuna zu errichten. Bereits seit 2018 untersucht der Versorger das Abwärmepotenzial des Chemiestandorts im benachbarten Sachsen-Anhalt. Als besonders ertragreich werden die Kühlprozessen der TotalEnergies Raffinierie Mitteldeutschland eingeschätzt.

Drei Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr weniger

Während die Stadtwekre sich um den Infrastrukturausbau kümmern, übernimmt TotalEnergies die Errichtung der Wärmetauscher-Systeme. Letztlich sollen rund 38 Prozent des aktuellen Leipziger Fernwärmebedarfs über die unvermeidbare industrielle Abwärme gedeckt werden können. Das entspricht etwa 100.000 Wohnungen in der Landeshauptstadt. Für den Klimaschutz bedeutet das wiederum circa drei Mio. Tonnen CO2-Emissionen weniger pro Jahr. (lm)

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