Die Stadtwerke Dachau haben ein Hallenbad, planen aber einen Neubau. (Symbolbild)

Die Stadtwerke Dachau haben ein Hallenbad, planen aber einen Neubau. (Symbolbild)

Bild: © Goffkein/AdobeStock

Etwa 700 MWh an Wärme könne das Stadtwerk Regensburg durch die Installation eines Wärmetauschers in den Wasserkreislauf des Westbades jährlich einsparen, so Manfred Koller, Geschäftsführer des Stadtwerks aus der Oberpfalz. Durch die Energieeinsparung hat sich der Einbau in weniger als zwei Monaten amortisiert.

Und so funktioniert die Abwärme-Nutzung: Für einen einwandfreien Badebetrieb muss das Beckenwasser regelmäßig erneuert werden. Dazu wird erwärmtes Beckenwasser nach Spülung der Badewasserfilter (sogenanntes Rückspülwasser) mit einer Temperatur von circa 28 Grad Celsius in die Kanalisation abgeführt. Frisches Wasser mit einer Ausgangstemperatur von ungefähr zehn Grad Celsius muss auf die jeweiligen Temperaturniveaus der Becken erwärmt werden (34 Grad Celsius), bevor es diesen zugeführt werden kann.

Weitere Effizienzsteigerung möglich

Über einen Wärmetauscher wird dem Rückspülwasser genug Wärme entzogen, um das Frischwasser um bis zu zehn Grad Celsius zu erhitzen. Die Kosten für das System beliefen sich laut dem Stadtwerk Regensburg auf etwa 14.000 Euro. Nicht nur die kurze Amortisationszeit von wenigen Wochen sind gute Nachrichten so kurz nach der Inbetriebnahme, sondern der Versorger geht auch davon aus, dass künftig noch einmal zehn bis 20 Prozent an zusätzlicher Energieeinsparung möglich sind. Denn an hochfrequentierten Tagen wie in Ferienzeiten oder der Freibadesaison, wenn alle Badebecken in Betrieb sind, wird durch die steigende Besucherzahl und die damit einhergehende Beckenbelastung auch der Umsatz des Frisch- und Nachspeisewassers erhöht, was einen analogen Mehrwert der Wärmerückgewinnung schafft“, erklärt Herbert Boehmer, Betriebsstättenleiter im Westbad und Vater der Wärmetauscher-Idee. (lm)

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