Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren zum Gelände des Braunkohlekraftwerkes Weisweiler bei Aachen.

Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren zum Gelände des Braunkohlekraftwerkes Weisweiler bei Aachen.

Bild: © Ralf Roeger/dpa

Am Kraftwerksstandort Weisweiler in Eschweiler führt die RWE Power derzeit eine Erkundungsbohrung für Geothermie durch. Die Bohrung ist Teil des Interreg-Forschungsprojekts „Roll-out of Deep Geothermal Energy in North-West-Europe“. Die Bohrung dient zur Datensammlung für die kommunale Wärmeplanung und zur Überwachung des Untergrunds.

Die 100 Meter tiefe Bohrung wird fachlich zunächst durch den Geologischen Dienst NRW ausgewertet. Anschließend wird sie dem Forschungspartner Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG für den Ausbau zu einem seismologischen Observatorium übergeben. Damit wird die Bohrung zum Bestandteil eines Netzes von Überwachungsstationen für den tiefen Untergrund im Raum Weisweiler.

Aufsuchung von Thermalwasser könnte folgen

Anfang nächsten Jahres soll dann nebenan eine zweite, bis etwa 500 Meter tiefe Erkundungsbohrung niedergebracht werden. Dort soll durch das Fraunhofer eine Erdwärmesonde zur Versorgung des Observatoriums eingebaut werden.

Zudem sollen die Bohrungen am Kraftwerksstandort neue Daten und Erkenntnisse über die Abfolge der Erdschichten in der Region liefern. Auf der Grundlage der beiden Bohrungen könnte später unter Regie von Fraunhofer IEG eine tiefe Erkundungsbohrung zur Aufsuchung von Thermalwasser niedergebracht werden, heißt es von RWE. Aktuelle Studien der Fraunhofer IEG zeigen, dass Tiefengeothermie den aktuellen Wärmebedarf Deutschlands mindestens zu einem Viertel decken könnte.  (lm)

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