Die kommunalen Entsorgungsunternehmen waren deutschlandweit bereits in der Neujahrsnacht im Einsatz, um Feuerwerksreste, Glasbruch und Partyabfälle aus den Innenstädten und besonders stark frequentierten Bereichen zu beseitigen. Nun veröffentlichte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) erste Mengenangaben aus den deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main. Ergebnis: In den drei bevölkerungsreichsten Städten der Bundesrepublik wurde deutlich weniger Silvesterabfall gemeldet.
Was dabei zu beachten ist: Die vollständigen Mengen können erst ermittelt werden, wenn auch Stadtteilzentren und Randbezirke gereinigt wurden und alle Verwiegungen vorliegen.
Diese Zahlen melden die Stadtreinigungen:
Berlin
- 513 Kubikmeter Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2025/2026
- 670 Kubikmeter Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2024/2025
Hamburg
- 16 Tonnen Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2025/2026
- 19 Tonnen Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2024/2025
München
- 41 Tonnen Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2025/2026
- 49 Tonnen Silvesterabfall zum Jahreswechsel 2024/2025
Auch aus Köln wurden niedrigere Werte gemeldet. Mehr Müll meldeten hingegen Frankfurt am Main, Münster und Potsdam. Ein verlässlicher Trend lässt sich aus den bisherigen Daten also noch nicht ermitteln.
Die zusätzliche Arbeit aufgrund der Silvesterfeuerwerke bleibt jedenfalls groß. Der Aufwand für die Teams wachse seit Jahren, teilten die Stadtwerke Halle in einer Presseaussendung mit. Insbesondere immer größere und schwerere Raketenbatterien machen ihnen zu schaffen. Diese können nicht maschinell aufgenommen werden, da sie nicht durch den Saugschacht der Kehrmaschinen passen. Sie müssen händisch eingesammelt werden.
"Zudem sollten Raketenbatterien nicht über die Restmülltonne entsorgt werden, da sie oft erst nach langer Zeit vollständig abkühlen", erklärten die Stadtwerke Halle. Abgebrannte Batterien sollten stattdessen neben öffentliche Papierkörbe gestellt werden. "Die Mitarbeitenden kümmern sich anschließend um deren fachgerechte Entsorgung."



