Armin Bardelle wird doch nicht Vorstandsvorsitzender des Alb-Elektrizitätswerks Geislingen-Steige. Wie das Unternehmen auf ZfK-Nachfrage bestätigt, hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit dem Vorstandsmitglied aufzulösen. Grund seien „unterschiedliche Auffassungen über die Führung des Unternehmens“.
Eigentlich hätte Bardelle ab dem 1. Juli an der Spitze des Albwerks stehen sollen. Nun wird es eine Interimslösung geben. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Hubert Rinkin wird seinen Eintritt in den Ruhestand verschieben und das Albwerk leiten, bis ein Nachfolger gefunden wurde. Unterstützt wird er von Ralf Wuchenauer, der seit Anfang des Jahres als Finanzvorstand im Einsatz ist.
Trennung erfolgt "einvernehmlich"
Bardelle wurde wie Wuchenauer zum 1. Januar 2023 in den Vorstand des Albwerks berufen. Die Lokalpresse schreibt, dass man überzeugt gewesen sei, in Bardelle den besten Kandidaten gefunden zu haben. In der gemeinsamen Arbeit habe man dann aber festgestellt, dass unterschiedliche Vorstellungen existieren. Persönliche Streitigkeiten habe es nicht gegeben. Die Trennung erfolge einvernehmlich, bestätigt auch die Pressestelle des Albwerks.
Bardelle ist bereits seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Führungspositionen in der Energieversorgung aktiv. Zuletzt war er elf Jahre lang als Werkleiter der Stadtwerke Landshut tätig. Sein Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität Braunschweig schloss er 1994 als Diplom-Ingenieur ab.
Rinklin fühlt sich seinem Lebenswerk verpflichtet
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Hubert Rinklin wollte sich eigentlich zum 30. Juni von seinem Posten zurückziehen. Nun springt der 63-Jährige doch wieder ein – auch weil es um sein „Lebenswerk“ gehe, wie die Lokalpresse schreibt. Rinklin ist seit fast 30 Jahren für das Albwerk tätig. (amo)



