Die größten Unternehmen der Welt hadern mit dem Arbeiten im Home Office und wollen ihre Mitarbeiter wieder möglichst in den Büros sehen. Das ergab eine weltweite Umfrage für den "KPMG CEO Outlook 2023"* unter 1325 CEOs großer Unternehmen, darunter 125 Firmenchefs aus Deutschland.
68 Prozent der deutschen Top-Entscheider gehen demnach davon aus, dass ihre Angestellten innerhalb der nächsten drei Jahre wieder Vollzeit ins Büro zurückkehren werden. International glauben dies 64 Prozent der befragten CEOs. Nur jeder Vierte kann sich hingegen weiterhin hybride Arbeitsmodelle vorstellen. Nur drei Prozent glauben dauerhaft und ausschließlich an das Home Office.
Umfrageergebnis der "KPMG CEO Outlook" 2023
Mitarbeiter vorziehen, die nicht von zu Hause aus arbeiten
Um eine möglichst hohe Präsenz am Arbeitsplatz zu erreichen, können sich daher drei von vier deutschen CEOs vorstellen, Mitarbeitende zu befördern oder ihnen mehr Gehalt zu bezahlen, wenn sie häufiger ins Büro kommen. Damit sind die deutschen CEOs in dieser Hinsicht zurückhaltender als ihre internationalen Kolleginnen und Kollegen, die zu 87 Prozent für diese Methode sind.
Im internationalen Vergleich sorgte der Wirtschaftsstandort Deutschland zuletzt ja eher für negative Schlagzeilen. Doch trotz der angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Situation beurteilen deutsche CEOs die Ertragsaussichten positiv und rechnen mit mehr Personal. Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen erwartet innerhalb der nächsten drei Jahre ein jährliches Ertragswachstum von zweieinhalb Prozent und mehr.
Belegschaften werden wachsen
84 Prozent der befragten Top-Manager gehen zudem davon aus, dass die Belegschaft ihres Unternehmens innerhalb der nächsten drei Jahre wachsen wird. 39 Prozent erwarten sogar einen Mitarbeiterzuwachs von mehr als fünf Prozent. Um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen, erwägen fast die Hälfte der CEOs, mittelfristig das Thema Fusionen und Übernahmen offensiv anzugehen. (ah)



