Ein Motiv aus der "KOMMUNAL KANN"-Initiative: Youtuber Marvin Wildhage (vorne) begleitet Mitarbeiter der Dresdner Stadtreinigung bei ihrer Arbeit.

Ein Motiv aus der "KOMMUNAL KANN"-Initiative: Youtuber Marvin Wildhage (vorne) begleitet Mitarbeiter der Dresdner Stadtreinigung bei ihrer Arbeit.

Bild: © Jonathan Hefner

Von Katja Neuhaus

In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel stehen Stadtwerke vor enormen Herausforderungen. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte wird immer härter und erfordert innovative und kreative Lösungen. Unternehmen müssen sich verstärkt digital aufstellen, um junge Talente anzusprechen. Authentische Kommunikation auf sozialen Medien gewinnt zunehmend an Bedeutung, um nicht nur als Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sondern auch junge, zukunftsorientierte Fachkräfte zu gewinnen.

"Die Initiative hat von Anfang an das Ziel verfolgt, die Arbeitgebermarke kommunaler Unternehmen sichtbar zu machen", erklärt Heiko Schäffer, Geschäftsführer der Zentralabteilung des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).

"Die Komplexität der Herausforderungen, vor denen Stadtwerke heute stehen, geht über die technologische Entwicklung hinaus. Es geht auch darum, die richtigen Talente zu gewinnen, die diese Technologien und die Energiewende vorantreiben können", so Schäffer. Mit dieser Initiative will der VKU nicht nur Fachkräfte ansprechen, sondern auch die Generation Z für die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in der Kommunalwirtschaft begeistern.

Ein weiteres Motiv aus der "KOMMUNAL KANN"-Initiative: Youtuber Marvin Wildhage (Mitte) stellt mit Mitarbeitern die Tätigkeiten der Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Zentralwerkstätten Heidelberg vor.Bild: © Jonathan Hefner

Influencer verjüngen das Image der Stadtwerkebranche

Franziska Steiger, Projektleiterin der Arbeitgeberinitiative "KOMMUNAL KANN", erklärt, dass sich die Protagonistinnen und Protagonisten perfekt ergänzen: "Die Mitarbeitenden der kommunalen Unternehmen als Corporate Influencer teilen ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen, während externe Influencer die Reichweite und Sichtbarkeit erhöhen und das Image der Branche verjüngen. Für unsere Initiative KOMMUNAL KANN bringen wir beide Gruppen gewinnbringend zusammen."
 
Marvin Wildhage, bekannter Youtuber und Influencer, spielt für KOMMUNAL KANN eine besondere Rolle. Zusammen mit dem Projektteam der Initiative besucht er verschiedene Stadtwerke und schlüpft für jeweils einen Tag in die Rolle eines Mitarbeiters, um die verschiedenen Berufe der Kommunalwirtschaft hautnah zu erleben.
 
"Ich fand die Idee spannend, den Menschen zu zeigen, wie vielseitig die Berufe in der Kommunalwirtschaft sind. Viele denken, diese Berufe wären trocken und unattraktiv, aber das ist weit von der Realität entfernt", sagt Wildhage.

Heiko Schäffer, Geschäftsführer Zentralabteilung des VKUBild: © VKU

Durch seine humorvolle Art und die authentischen Einblicke, die er in seinen Videos gibt, gelingt es ihm, die Berufe erlebbar zu machen und sie auf eine Weise zu präsentieren, die junge Menschen anspricht. "Es macht Spaß, zu zeigen, wie sehr diese Berufe unser tägliches Leben beeinflussen – und das auf eine Weise, die begeistert", fügt er hinzu.

Junge Menschen auf ihren Kanälen ansprechen

Schäffer hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit Influencern und die damit verbundene Reichweite auf Social Media eine enorme Bedeutung für die Initiative haben. "Junge Menschen konsumieren ihre Informationen heute vor allem digital und auf Plattformen wie Instagram, Youtube und Tiktok. Wir müssen diese Kanäle nutzen, um unsere Botschaften zu verbreiten", erklärt er.

Durch die Zusammenarbeit mit Influencern wie Wildhage hat die Initiative eine enorme Sichtbarkeit erlangt und erreicht damit die junge Zielgruppe, die für die Zukunft der Kommunalwirtschaft entscheidend ist.

Franziska Steiger, Projektleiterin "KOMMUNAL KANN" beim VKUBild: © VKU

Spannende und sinnstiftende Jobs

Steiger betont zudem, dass der Erfolg der Initiative nicht nur an der Reichweite gemessen wird, sondern auch an der Authentizität der Inhalte. "Es geht uns nicht um Hochglanz-PR, sondern darum, echte Geschichten zu erzählen", so Steiger.

In den Videos und Beiträgen kommen Mitarbeitende der Stadtwerke zu Wort, die ihre persönlichen Erfahrungen und ihren Alltag schildern. "Es ist wichtig zu zeigen, dass diese Berufe nicht nur sicher, sondern auch sinnstiftend und spannend sind."

Dieser Beitrag ist Teil 2 einer dreiteiligen Serie.
Corporate Influencer erzielen enorme Reichweiten (Teil 1)

"Corporate Influencer teilen ihre Herzensthemen" (Teil 3)

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