Jörg Jacoby ist neuer Aufsichtsratschef der DEW21.

Jörg Jacoby ist neuer Aufsichtsratschef der DEW21.

Bild: © DSW21/Christian Bohnenkamp

Seit dem 16. Dezember 2025 hat der Aufsichtsrat der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung, DEW21, einen neuen Vorsitzenden. Jörg Jacoby, Vorstandsvorsitzender von DSW21, wurde im Rahmen der konstituierenden Sitzung zum Nachfolger von Thomas Westphal (SPD) gewählt. 

Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Dortmund hatte diese Position seit Januar 2021 inne. Auch als Aufsichtsratschef der Stadtwerke Dortmund, DSW21, wurde Westphal abgelöst, und zwar vom neuen OB, Alexander Kalouti (CDU).

DEW21 wieder auf Kurs

Mit der Wahl von Jörg Jacoby kehrt man zu der früheren Konstellation zurück, in der DSW21 als Mehrheitsgesellschafter von DEW21 den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden besetzt hat, hieß es aus Dortmund. "Im Namen der DEW21-Geschäftsführung möchte ich mich bei Thomas Westphal für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Vergangenheit bedanken", sagte Gerhard Holtmeier, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung.

Jacoby bedankte sich bei Dortmunds neuem Oberbürgermeister Alexander Kalouti für die Entscheidung, den Aufsichtsratsvorsitz wieder an DSW21 als Mehrheitsgesellschafter von DEW21 zurückzugeben. "Ich halte das angesichts der immensen Herausforderungen, vor denen die Konzernmutter und ihre größte Tochter gemeinsam stehen, für eine gute und wichtige Entscheidung", sagte er. DEW21 habe eine schwierige Phase hinter sich. Auf Basis der Transformationsvereinbarung mit den Gesellschaftern DSW21 und Westenergie sei das Unternehmen inzwischen aber wieder auf Kurs und werde die Planziele für 2025 nicht nur erreichen, sondern sogar leicht übertreffen. "Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit der Geschäftsführung von DEW21 konsequent weiterzugehen. Denn davon profitieren letztlich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt."

In den vergangenen Jahren sah sich die Energietochter der Stadtwerkeholding mit mehreren handfesten Skandalen konfrontiert. Zum einen sorgte ein Abrechnungsbetrug bei der bundesweiten DEW21-Vertriebstochter, Stadtenergie, für Millionenverluste. Die Aufarbeitung des Vorfalls endete mit einer satten Erstattung an die betroffenen Kunden und der abschließenden Abwicklung der Vertriebsmarke. Zudem hat sich DEW21 auf dem Höhepunkt der Energiebeschaffungskrise offenbar drei Jahre im Voraus zu den damals gültigen, rekordhohen Preisen mit Gas und Strom eingedeckt. Ein paar Monate später gingen die Preise massiv zurück, die DEW21 musste große Energiemengen bisher weit unter Einstandspreis verkaufen. Als Konsequenz wurde die ehemalige Vorstandschefin von DEW21 Heike Heim, die inzwischen den Vorstandsvorsitz von DSW21 übernommen hatte, entlassen.

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