Lange war der Posten des Technischen Geschäftsführer bei Hamburg Wasser nur kommissarisch besetzt. Denn nach internen Zwistigkeiten hatte der Aufsichtsrat Ende März 2025 die damaligen Geschäftsführer Ingo Hannemann und Gesine Strohmeyer abberufen.
Für Hannemann übernahm Michael Beckereit die Position als Technischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung. Für Strohmeyer trat Frank Herzog als Kaufmännischer Geschäftsführer an. Da beide bereits im Unternehmen waren, gelang ein reibungsloser Übergang.
Seither sucht ein Findungsausschuss nach den Nachfolgern – und hat nun für Beckereit eine Lösung parat. Zum 1. April 2026 übernimmt Martin Gerhardt die Technische Geschäftsführung.
Der 52-Jährige war zuletzt für die Siemens Energy Tochter Siemens Gamesa im Bereich der Windenergie als Technischer Geschäftsführer Deutschland und als Leiter Offshore Wind Produkt Management tätig.
Martin Gerhardt
Martin Gerhardt wechselt von der Siemens-Energy-Tochter Siemens Gamesa zu Hamburg. Zuletzt war er dort acht Jahre als Leiter im Offshore Produktmanagement und über drei Jahre als Technischer Geschäftsführer für Deutschland tätig. Zuvor bekleidete der 52-Jährige unter anderem Führungspositionen bei Siemens Windpower, Siemens sowie bei A.T. Kearney. Entsprechend verfügt Gerhardt über langjährige internationale Führungskompetenz in der Energiewirtschaft. Seine Expertise erstreckt sich von der Einführung neuer Technologien und der Investitionsplanung bis hin zu Nachhaltigkeitsstrategien und komplexen Transformationsprozessen.
Herzog bleibt weiter Kommissarischer Geschäftsführer, bis die Findungskommission unter Leitung der Hamburger Umweltstaatsrätin Stefanie von Berg die Nachfolge geregelt hat.
Zur Ernennung von Gerhardt sagte die Hamburger Bürgermeisterin Katharina Fegebank: "Ich freue mich sehr, dass wir Martin Gerhardt als neuen Technischen Geschäftsführer gewinnen konnten. Er bringt genau die Mischung aus technischer Expertise und zukunftsorientiertem Denken mit, die Hamburg Wasser jetzt braucht."
Die aktuellen Herausforderungen, insbesondere auch der Klimawandel, "verlangen einen nachhaltigen, wirtschaftlichen und vorausschauenden Umgang mit unserer wichtigsten Ressource: Wasser", äußerte sich Gerhardt.



