Harald Förster verlässt das Unternehmen nach fünf Jahren als Geschäftsführer der Stadtwerke Gelsenkirchen. Seine Position haben zum 1. April 2026 übergangsweise Tatiana Nobbe und Bernd Mensing übernommen und stehen damit an der Seite von Manfred Ackermann. Das reguläre Verfahren zur Neubesetzung der Geschäftsführungsposition soll zeitnah starten, hieß es aus Gelsenkirchen.
Mit Nobbe und Mensing rücken zwei erfahrene Führungskräfte aus den eigenen Reihen in die Geschäftsführung auf. Beide seien bislang als Prokuristen für das Unternehmen tätig und mit den Strukturen, Aufgaben und unterschiedlichen Geschäftsfeldern der Stadtwerke Gelsenkirchen eng vertraut.

"Wir danken Harald Förster für sein Engagement und seine geleistete Arbeit für die Stadtwerke Gelsenkirchen“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Batzel. Die Übergangslösung mit Nobbe und Mensing sei eine "gute Grundlage, um die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens weiterzuführen", sagte er weiter.
Dabei stand der Abschied von Förster auf der Kippe. Bereits im August 2025 hatte er sein Angebot zur Vertragsverlängerung um ein Jahr abgelehnt. Diese Entscheidung begründete der Geschäftsführer mit den langfristigen Projekten auf seinem Tisch. "In diesem kurzen Zeitraum lassen sich die aktuell anstehenden langfristigen Projekte der Stadtwerke nicht umsetzen", hieß es.
Förster gilt als ein ausgewiesener Branchenexperte. Er führte über zwölf Jahre das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Gelsenkirchen. 2023 hatte er die Unternehmensgruppe der Stadtwerke Gelsenkirchen mit einem Plus von 5,5 Millionen Euro wieder in die Gewinnzone geführt.
Medienberichten zufolge war die angebotene Verlängerung nur um ein Jahr mit dem ungewissen Ausgang der Kommunalwahlen im September bedingt. Diese Spekulationen ließ der Unternehmenssprecher damals unkommentiert. Es ist zudem möglich, dass nach den Kommunalwahlen im September Gespräche über eine weitere, längere Zusammenarbeit geführt werden. Diese Vermutungen, die in den lokalen Medien die Runde machen, wollte der Unternehmenssprecher nicht kommentieren. Am Ende setzte sich die SPD knapp gegen die AfD durch und konnte die stärkste Partei bleiben. An der Entscheidung Försters hat dies aber nichts geändert.



