Von Andreas Lorenz-Meyer
Seit 1. Januar 2025 haben die Stadtwerke Grünstadt in Rheinland-Pfalz eine Doppelspitze: Jürgen Böhnlein (58) und Steffen Albert (51). Sie übernehmen die Geschäfte übergangsweise, nachdem sich der bisherige Geschäftsführer Albert Monath nach 25 Jahren im Amt zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet hatte.
Steffen Albert stammt aus Kaiserslautern, ist Diplom-Bauingenieur und hat vorher bei einem Ingenieurbüro sowie beim Entsorgungs- und Servicebetrieb Grünstadt gearbeitet. 2017 kam er zu den Stadtwerken. Er kümmert sich vor allem um den technischen Bereich. Den käufmännischen Part übernimmt Diplom-Kaufmann Jürgen Böhnlein. Er stammt aus Lambsheim im Rhein-Pfalz-Kreis und kam von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 1999 zu den Stadtwerken. Dort war er Leiter des Rechnungswesens und erhielt 2000 Prokura. Seit Mitte 2024 sind Albert und Böhnlein auch Vorstand des Entsorgungs- und Serviecebetriebs Grünstadt, einer Anstalt des öffentlichen Rechts, die für das Abwasserwerk und den Bauhof der Stadt Grünstadt zuständig ist.
Partnerschaften nicht ausgeschlossen
Details zu ihren Plänen wollen die beiden Interims-Geschäftsführer so kurz nach dem Amtsamtritt nicht nennen. "Unser Hauptziel ist es, die Stadtwerke zukunftssicher aufzustellen und die notwendige Infrastruktur bereitzustellen, die für die Umsetzung der Wärme- und Mobilitätswende notwendig ist", so Böhnlein. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung wird auch über künftige Partnerschaften nachgedacht.
Gesellschafter der Stadtwerke Grünstadt GmbH sind die Stadt Grünstadt (72,13 Prozent), die Stadt Lambsheim (7,77 Prozent) und die Thüga (20,1 Prozent). Die wichtigsten Geschäftsfelder: Strom- und Gasverteilung sowie Strom- und Gasvertrieb. Das Versorgungsgebiet umfasst Grünstadt, Obrigheim, Neuleiningen und Lambsheim. Inklusive Badebetrieb hat das Unternehmen derzeit 85 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt rund 38 Millionen Euro.



