Von Artjom Maksimenko
Der Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas bekommt zum Jahreswechsel eine neue Vorsitzende der Geschäftsführung. Mit Stefanie Kesting übernimmt eine erfahrene Energiemanagerin die CEO-Position, hieß es aus Dortmund.
Sie folgt auf Thomas Gößmann, der sich nach rund neun Jahren an der Spitze des Unternehmens in den Ruhestand verabschiedet.
Zahlreiche leitende Positionen
Die 48-Jährige ist nach Stationen bei DNV, Eon und Uniper derzeit Mitglied des Boards of Directors und Geschäftsführerin im Geschäftsfeld Energy Project Solutions beim Anlagenhersteller Neumann & Esser. Dort ist sie unter anderem als Geschäftsführerin des Biogas-Unternehmens Arcanum Energy Systems sowie des dezentral integrierten Wasserstoffproduktionsunternehmens H2HS im Kreis Heinsberg tätig.
Zudem ist sie anerkannte internationale Aufsichtsrätin – aktuell beispielsweise als Mitglied des Aufsichtsrats des finnischen Energiekonzerns Fortum sowie des portugiesisch-stämmigen, energieintensiven Glasproduktionsunternehmens BA Glass.
Kesting verfüge "über fundiertes Fachwissen im Zukunftsfeld Wasserstoff – eine Kombination, die Thyssengas entscheidend voranbringen wird. Ich bin überzeugt, dass Stefanie Kesting das Unternehmen mit ihrer Erfahrung und Innovationskraft bedeutend weiterentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen wird", betonte Hilko Schomerus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thyssengas GmbH.
Fokus auf Transformation
Sie selbst sieht die Transformation hin zu Wasserstoff und anderen grünen Gasen als eine der größten Aufgaben und zugleich Chancen: "Ich freue mich, in dieser bedeutenden Phase die Verantwortung für Thyssengas übernehmen zu dürfen", sagte sie. Der Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes und der Hochlauf dieses neuen Energiemarkts seien entscheidend, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und den Industriestandort Deutschland zu sichern.
Die neue CEO übernimmt diese Aufgaben von Thomas Gößmann (64), der Thyssengas nach rund neun Jahren in den Ruhestand verlässt. "Dr. Thomas Gößmann hat Thyssengas über nahezu ein Jahrzehnt hinweg mit großer Weitsicht und Leidenschaft geführt. Besonders sein hohes Engagement für den Aufbau einer deutschlandweiten Wasserstoff-Transportinfrastruktur hat das Unternehmen und die Branche der Fernleitungsnetzbetreiber maßgeblich vorangebracht – mit dem Rahmenwerk für das Wasserstoff-Kernnetz als Meisterstück", sagte Schomerus. "Ihm gebührt unser großer Dank und höchste Anerkennung."



