Immer mehr E-Lkw kommen auf die Straße.

Immer mehr E-Lkw kommen auf die Straße.

Bild: © Eon/Alena Zielinski

Deutschland hat bei der Elektromobilität eine besondere Marke erreicht: Zum ersten Mal fahren auf deutschen Straßen mehr als 100.000 elektrische Lkw. Darauf verweist der Eon-Konzern.

Mittlerweile seien hierzulande circa 109.000 elektrische Nutzfahrzeuge unterwegs – also 2,6 Prozent aller Nutzfahrzeuge. Davon rund 78.000 E-Transporter und etwa 21.000 kleine E-Lkw mit einem Gewicht zwischen 3,5 und 12 Tonnen. Außerdem fast 10.000 mehr als 12 Tonnen schwere elektrische Lkw und Sattelzugmaschinen.

NRW vor Bayern und Baden-Württemberg

Auch im Pkw-Bereich kündigt sich ein Meilenstein an: Demnach waren 2025 knapp zwei Millionen reine Elektroautos zugelassen. Die meisten zugelassenen Stromer gebe es mit rund 430.000 in Nordrhein-Westfalen.

Auf Platz zwei folgt Bayern mit 370.000 E-Autos, Baden-Württemberg erreicht den dritten Platz (310.000). "E-Autos sind keine Ausnahme mehr, stattdessen sind immer mehr Menschen in allen Regionen des Landes elektrisch unterwegs", betont der CEO von Eon Deutschland, Filip Thon.

Bald 8000 Megawatt Ladeleistung

Das Ladenetz umfasst Eon zufolge darüber hinaus derzeit gut 191.000 öffentliche Ladepunkte. Insgesamt seien in Deutschland circa 7950 Megawatt öffentliche Ladeleistung installiert.

Rechnerisch entspreche das 4,1 Kilowatt (kW) je zugelassenem Elektroauto – und damit mehr als die Europäische Union vorgibt. Die EU-Mitgliedsländer sind angehalten, mindestens 1,3 kW je E-Auto vorzuhalten.

Ladestrom vermeidet CO2

Eon unterstreicht weiter, dass elektrische gegenüber konventionellen Fahrzeugen CO2 vermeiden. Im Lkw-Bereich liege die jährliche Einsparung mit dem aktuellen deutschen Strommix "bei knapp einer Million" Tonnen. Würde ausschließlich Ökostrom geladen, ließen sich sogar 1,2 Millionen Tonnen CO2 sparen.

Im Bereich E-Autos beziffert der Konzern die mögliche CO2-Minderung auf 4,2 Millionen beziehungsweise 5,2 Millionen Tonnen. Für die Analyse wurden unter anderem Daten des Kraftfahrtbundesamtes und der Bundesnetzagentur ausgewertet.

Erneuerbare Energien deckten 2025 wiederholt den Großteil der Stromnachfrage. Ihr Anteil betrug im vergangenen Jahr rund 56 Prozent des Strommixes im öffentlichen Netz, belegt die Datenplattform "Energy-Charts" des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme.

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