Über 500 Teilnehmende diskutierten bei der 12. Elektrobuskonferenz des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) virtuell zur Elektromobilität im ÖPNV. Bei der begleitenden Fachmesse zeigten rund 50 Aussteller ihre Produkte, darunter elf Bushersteller mit insgesamt 23 batterieelektrischen oder wasserstoffbetriebenen E-Bussen.
Präsentiert wurden unter anderem E-Busse mit Reichweiten von über 400 Kilometer oder mit Brennstoffzelle. Zugute kommen höheren Reichweiten Verbesserungen bei der Energieeffizienz wie ein erstmals ausgestellter E-Bus mit Batterien, die im Fahrzeugboden untergebracht sind – und damit Gewicht und Energieverbrauch einsparen.
Zentraler Schritt Umbau der Busbetriebshöfe
Deutlich wurde, wie stark sich zahlreiche kommunale Unternehmen unterschiedlicher Größe in ganz Deutschland bei der Umstellung auf E-Busflotten engagieren. Dies betrifft nicht nur die Beschaffung der Fahrzeuge, sondern auch stark den Umbau der Infrastruktur, so den Umbau oder Neubau von Busbetriebshöfen.
Hier muss nicht nur unter oft begrenzten Platzverhältnissen Ladeinfrastruktur eingebaut werden, sondern auch Reparaturbühnen und -emporen, Technikräume, oder Havarieplätze, wie das Beispiel der Offenbacher-Verkehrsbetriebe oder des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Münster verdeutlichten.
Weitgehende Automatisierung angestrebt - Geschäftsfeld bidirektionales Laden
Kommunale Unternehmen wie Münster wollen hierbei künftig auch auf das bidirektionale Laden der E-Busse setzen, um die Stromverteilnetze zu stabilisieren und auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Ziel sei es zudem, die Prozesse und Abläufe im Betriebshof möglichst weitgehend zu automatisieren, so Betriebsleiter Eckhard Schläfke.
Etliche kommunale Verkehrsunternehmen, welche längere bergige Strecken mit dem Linienverkehr bedienen, setzen auch auf mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Busse oder die Kombination von batteriebetriebenen Bussen mit Brennstoffzellen Range Extendern. (hcn)



