Auf den Betriebshof der BVG im Stadtteil Wedding unternahmen die ersten Stromer eine Probefahrt.

Auf den Betriebshof der BVG im Stadtteil Wedding unternahmen die ersten Stromer eine Probefahrt.

Bild: © BVG

Rund 1400 Busse hat die BVG in der Hauptstadt im Einsatz. 30 davon fahren künftig elektrisch. Noch in diesem Jahr sollen jeweils 15 Modelle des Typs Urbino 12 von Solaris und der E-Citaro von Mercedes Benz ihren Dienst aufnehmen. Danach fährt die BVG eine straffe Ausbaulinie, bis 2021 soll der Stromer-Anteil schon bei 225 Bussen liegen, und spätestens 2030 soll der gesamte Fuhrpark umgerüstet sein.

Ganz billig ist die Anschaffung die Elektro-Offensive allerdings nicht: Allein der Bund steuert 48 Mio. Euro für eine klimaneutrale Flotte bereit. Mit 35 Mio. Euro stemmt den Löwenanteil das Bundesumweltministerium. Aber auch das Bundesverkehrsministerium steuert knapp 13 Mio. Euro bei.

150 Kilometer mit einer Ladung

Auch das Land Berlin beteiligt sich an den Kosten. Für die kommenden zwei Jahre sind 58 Mio. Euro in der Finanzplanung für die BVG vorgesehen. Die Verkehrsbetriebe selbst zahlen den Anteil, der für vergleichbare Dieselmodelle angefallen wäre. Rund 18 Mio. kostet der Hochlauf in diesem Jahr.

Außer in beim Thema Umweltfreundlichkeit unterscheiden sich die Stromer kaum von ihrem Verbrennerkollegen. Sie sind zwölf Meter lang bieten, Platz für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer und sind mit modernster LED-Technik ausgestattet. In Kürze sollen die Stromer auf der Linie 142 eingesetzt werden. Nach einem erfolgreichen Arbeitstag werden sie dann auf dem Betriebshof der BVG über Nacht aufgetankt. Mit einer Ladung kommen die Busse bis zu 150 Kilometer weit. (ls)

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