Susanne Baumgartner, Leiterin Elektromobilität bei der Badenova, zeigt Podcast-Host Stefan Lennardt wie bequem in der Tiefgarage geladen werden kann.

Susanne Baumgartner, Leiterin Elektromobilität bei der Badenova, zeigt Podcast-Host Stefan Lennardt wie bequem in der Tiefgarage geladen werden kann.

Bild: © Moduldrei

Bitte Einsteigen! Wir sind unterwegs zur nachhaltigen Mobilität. Die Zukunft der Elektromobilität entscheidet sich bei der Frage, wie einfach und wie günstig unsere E-Autos geladen werden. In der neusten Folge des ZFK-Podcasts "Im Fokus" schaut sich Host Stefan Lennardt an, wie die Badenova ihre Ladeinfrastruktur in einem Freiburger Mehrfamilienhaus verbaut hat.

Das besondere ist, dass die gesamte Garage mit 108 Stellplätzen zukunftsfähig ausgestattet wurde. Auch wenn aktuell "nur" neun Wallboxen installiert wurden, könnten jederzeit weitere dazukommen. "Wir haben hier eine Grundinstallation, somit könnte jederzeit eine Wallbox mit geringem Aufwand installiert werden", erklärt Badenova-Projektleiter Nicolas Pachner, der die Ausstattung der Tiefgarage mit der Infrastruktur verantwortet hat.

In Mehrfamilienhäusern mit Eigentümergemeinschaften können sich solche Projekte hinziehen. Auch wenn gesetzlich jeder einzelne Antrag für eine Wallbox erlaubt werden muss, Projekte wie hier in Freiburg, bei der mehrere Anschlüsse auf einmal eingebaut werden, brauchen dann doch die Zustimmung der Eigentümergesellschaft. Diese muss sich für einen Anbieter und ein Betreibermodell entscheiden. Inklusive Förderantragsstellung würden von der Erstanfrage bis zur Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur meistens eineinhalb Jahre vergehen, berichtet Susanne Baumgartner, Leiterin Elektromobilität bei der Badenova.

"Unser USP ist, dass wir im Unterschied zu vielen Wettbewerbern keine monatlichen Betriebsführungsgebühren verlangen – bei uns wird die geladene Kilowattstunde bezahlt", sagt Baumgartner. Während anderswo oft zehn bis 20 Euro pro Monat fällig würden, zahlten Kundinnen und Kunden der Badenova nur die tatsächlich geladenen Kilowattstunden. Die Freischaltung funktioniere dabei unkompliziert per Girocard direkt an der Wallbox, abgerechnet wird anschließend einfach über das Girokonto.

Podcast-Host Stefan Lennardt (mit Mikro) besucht die Projektpartner in Freiburg (v. l.): Matthias Stoll, Susanne Baumgartner und Nicolas Pachner.Bild: © Moduldrei

Wertsteigerung durch Ladeinfrastruktur

Auch aus Sicht der Immobilienverwaltung ist das Thema inzwischen ein klarer Standort- und Wertfaktor. Matthias Stoll von Stoll und Partner, der die Wohnanlage verwaltet, sagt: "Das ist ganz klar ein Wertargument."

Zugleich erlebt Stoll in Eigentümerversammlungen regelmäßig Überzeugungsbedarf. Zwar sei das Interesse an Elektromobilität in den Wohnungseigentümergemeinschaften grundsätzlich vorhanden, die eigentliche Herausforderung liege aber in der Umsetzung. Sein Rat: "Man muss die Leute mitnehmen, man muss Überzeugungsarbeit leisten, man muss erklären, welches die Konsequenzen sind, wenn sie den Weg nicht mitgehen." Maßnahmen einzelner Eigentümer seien aus seiner Sicht langfristig keine gute Lösung. "Diese Einzellösungen führen mittelfristig zu einer Katastrophe", warnt Stoll. Entscheidend sei deshalb, frühzeitig eine gemeinschaftliche und technisch sauber geplante Lösung auf den Weg zu bringen.

Hören Sie im Podcast, welche Herausforderung die Badenova bei der Installation von Wallboxen sieht und welche Whitelabel-Lösung sie für Stadtwerke anbietet.

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