SPD-Fraktionsvorsitzender Rold Mützenich

SPD-Fraktionsvorsitzender Rold Mützenich

Bild: © Kay Nietfeld/dpa

Schafft die Ampel-Koalition angesichts stark gestiegener Strompreise die EEG-Umlage noch vor dem Jahr 2023 ab?

Innerhalb der Bundesregierung und der Koalitionsfraktionen werde gerade darüber gesprochen, bestimmte Entlastungen vielleicht auch früher zu gewähren, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Als Beispiele nannte er neben der EEG-Umlage auch zielgerichtete Hilfen.

"Werden darüber beraten"

"Die Ampel-Parteien werden darüber in den nächsten Wochen beraten", ließ auch FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Dürr ausrichten.

Die Liberalen nannten die hohe Steuerlast und die steigende Inflation als Gründe für ihre Haltung. Beides werde für Verbraucher zunehmend zum Problem. Sie sehen die EEH-Umlage als schnelle und unbürokratische Hilfe, die unmittelbar bei Menschen und Unternehmen ankomme.

Stimmen aus Ländern

Für eine frühere Abschaffung der EEG-Umlage sprachen sich zudem die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) und die baden-württembergische Energieministerin Thekla Walker (Grüne) aus.

Eigentlich wollten SPD, Grüne und FDP die Finanzierung der EEG-Umlage erst zum 1. Januar 2023 reformieren. Dann soll die milliardenschwere Umlage zur Förderung von Ökostrom nicht mehr über die Stromrechnung der Verbraucher, sondern aus dem Bundeshaushalt gezahlt werden. (dpa/aba)

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