Die Regierungskoalition ringt seit Monaten mit den im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Sonderausschreibungen für Windkraft und Photovoltaik (PV). Offiziell wollte die Koalition jeweils vier GW an Wind onshore und Photovoltaik sowie eine gewisse Menge an Offshore-Kontingenten für die Jahre 2019 und 2020 freigeben.
Vergangenen Donnerstag haben nun die Verhandler Eckpunkte der Sonderausschreibungen festgemacht. So soll es zu einer Staffelung der Kontingente kommen, erfuhr die ZfK aus Politikkreisen: 1000 MW im Jahr 2019, 1400 MW im Jahr 2020 und 1600 MW im Jahr 2021. Windprojekte im Süden sollen einen Aufschlag von 0,3 Cent pro kWh gegenüber Projekte im Norden erhalten, hieß es. Wobei derzeit Experten rätseln, wie dies verfahrenstechnisch umgesetzt werden soll.
Ausbaudeckel von 52 GW bleibt
Bei der Photovoltaik soll der Ausbaudeckel von 52 GW bleiben. Hierbei muss aber bedacht werden, dass Deutschland Ende 2017 bereits eine Photovoltaikleistung von knapp 43 GW aufwies. Und schon in diesem Jahr wurden bis August rund zwei GW an PV-Anlagen neu installiert. Ist der Deckel erreicht, müssen sich die neuen Anlagen über Marktbedingungen refinanzieren.
Eigentlich sollte das Paket am Mittwoch (28. Oktober) im Kabinett behandelt werden. Von SPD-Seite war alles abgesegnet, erfuhr die ZfK aus Politikkreisen. Doch die Union zog kurzfristig zurück – wohl um die Hessen-Wahl abzuwarten, hieß es. (al)



