Das Bundesdigitalministerium (BMVD) hat die Potenziale des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus in Deutschland analysiert. Die Ergebnisse der „Potenzialanalyse“ sind hier abrufbar, wie das von Volker Wissing (FDP) geleitete Ministerium bekannt gibt.
Demnach kann der Großteil des noch ausstehenden Ausbaus in den kommenden Jahren privatwirtschaftlich erfolgen, also ohne staatliche Förderung. Mehr als 90 Prozent der Haushalte und Unternehmen werden von den Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich erschlossen. Zudem überarbeitet das Bundesministerium derzeit die Gigabitförderung, im April fortgesetzt wird.
Wieso wird sie nicht in der Förderung berücksichtigt?
Die Verbände Breko und Vatm begrüßen die Veröffentlichung. In dem gemeinsamen Statement betonen sie: „Die vorgestellten Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer zielgerichteten staatlichen Förderung dort, wo der eigenwirtschaftliche Ausbau an Grenzen stößt.“ Aber sie kritisieren im gleichen Zuge: „Umso bedauerlicher ist es, dass das BMDV die Ergebnisse in seinem Konzept für die Gigabitförderung 2023 bisher nicht berücksichtigt.“ Ohne eine „klare und wirksame“ Priorisierung der Fördermaßnahmen fürchten die Verbände, dass Förderprojekte den schnelleren eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in vielen Kommunen verdrängen würden. (gun)



