Robert Habeck (r.) und sein Staatssekretär Patrick Graichen während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Wirtschaft und Klimaschutz und Energie des Bundestages

Robert Habeck (r.) und sein Staatssekretär Patrick Graichen während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Wirtschaft und Klimaschutz und Energie des Bundestages

Bild: © Kay Nietfeld/dpa

Schon seit einigen Tagen wird Klaus Müller, derzeit Präsident der Bundesnetzagentur, in den Medien als möglicher Nachfolger von Energiestaatssekretär Patrick Graichen im Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) gehandelt. Müller ist Mitglied der Grünen, früherer Umweltminister in Schleswig-Holstein und langjähriger Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Er gilt als Vertrauter von Habeck.

Genau deshalb könnte sich Habeck jedoch auch dagegen entscheiden, wieder aus seinem engsten Kreis zu rekrutieren, so die Einschätzung des Berliner „Tagesspiegel“.  Zudem würde eine Berufung von Müller in seiner aktuellen Funktion große Löcher reißen. Für ihn spricht, dass er voraussichtlich schnell im BMWK anfangen könnte, weil er wohl schnell aus seinem jetzigen Arbeitsvertrag rauskommen würde.

Prominente Köpfe Mastiaux und Andreae

Der "Tagesspiegel" hält auch eine Nachfolge aus Wirtschaft bzw. der Energieversorger-Szene für denkbar. Ein Name, der kursiere, sei der ehemalige EnBW-Chef Frank Mastiaux. Als eine weitere Kandidatin aus der Energiebranche gilt Kerstin Andreae, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).  Sie saß jahrelang für die Grünen im Bundestag und wechselte 2019 zum BDEW.

Im Spiel könnte auch die Energieexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion Ingrid Nestle sein, allerdings mit dem Manko einer großen Nähe zu Habeck. Nestle war schon in Schleswig-Holstein Habecks Energie-Staatssekretärin. Der Minister für Energie- und Klimaschutz in Schleswig-Holstein Tobias Goldschmidt steht nach eigener Aussage nicht zur Verfügung.

BMWK gibt sich bei Namen noch bedeckt

Laut Habeck soll die Nachfolge für Graichen „so schnell wie es geht“ stehen. Er kündigte an, bis spätestens zur parlamentarischen Sommerpause, also bis Anfang Juli,  eine Nachfolge präsentieren zu wollen. Offiziell äußerte sich das BMWK allerdings bisher nicht zu möglichen Kandidaten und Kandidatinnen. (hcn – mit dpa)

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