Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90 / Die Grünen

Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90 / Die Grünen

Bild: © Sven Brauers

Die Grünen lehnen die geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Energiekonzern Eon ab. "Unserer Einschätzung nach sollte diese Fusion untersagt werden", schreiben die Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle, Katharina Dröge, Julia Verlinden und Oliver Krischer in einem Brief an die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am Mittwoch berichtet.

Begründet werde dies mit der Sorge um den Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt in Deutschland. Es sei eine "wettbewerbsschädigende Marktstellung" von Eon zu befürchten – mit negativen Auswirkungen etwa auch auf die Ladesäulen-Infrastruktur für Elektroautos.

Zugeständnisse aus Essen

Eon und der bisherige Rivale RWE haben einen umfangreichen Tausch ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Eon will dabei die Energienetze und das Endkundengeschäft von Innogy übernehmen. Dieser Teil des Deals wird derzeit von Brüssel intensiv geprüft. Die Wettbewerbshüter untersuchen unter anderem, ob den Stromkunden Preiserhöhungen drohen.

Eon hat bereits Zugeständnisse angekündigt, um mögliche Bedenken der EU-Kommission zu zerstreuen. So will man sich in Deutschland unter anderem von 260.000 Kunden trennen, die Heizstrom beziehen. Zudem sollen 32 Ladestationen für Elektroautos an Autobahnen verkauft werden. (dpa/ls)

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