Der Inlandsflug ist für viele Reisende auf Strecken zwischen Berlin und Frankfurt oder Städten in NRW immernoch die erste Wahl.

Der Inlandsflug ist für viele Reisende auf Strecken zwischen Berlin und Frankfurt oder Städten in NRW immernoch die erste Wahl.

Bild: © Patrik Dietrich/AdobeStock

Die Grünen wollen das Bahnfahren in den nächsten 25 Jahren so attraktiv machen, dass sich Inlandsflüge nicht mehr lohnen. "Bis 2035 wollen wir Inlandsflüge weitestgehend obsolet machen", heißt es in einem Autorenpapier aus der Grünen-Bundestagsfraktion, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.

Die Bahn soll demnach jährlich drei Mrd. Euro bekommen, um das Schienennetz auszubauen und schneller zu machen. Ziel müsse sein, die Fahrzeit zwischen möglichst vielen Orten im Inland und ins benachbarte Ausland auf "maximal vier Stunden" zu senken. Konkret nennen die Autoren die Verbindungen zwischen Köln und Düsseldorf nach Berlin, Hamburg oder in Richtung München sowie die Strecke Frankfurt/Berlin.

"Schrittweise Einführung der Kerosinsteuer"

In dem Papier wird zudem eine "schrittweise Einführung der Kerosinsteuer für Inlandsflüge" vorgeschlagen. Diese müsse schrittweise an den Steuersatz angeglichen werden, aktuell 65 Cent je Liter.

Bei der Bahn solle dagegen die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent sinken. "Es kann nicht sein, dass das Flugzeug als klimaschädlichster Verkehrsträger noch immer mit Milliardenbeträgen subventioniert wird, währen die umweltfreundliche Bahn chronisch unterfinanziert ist", sagte Daniela Wagner, eine der Autorinnen des Papiers, der "Süddeutschen Zeitung".

200.000 weniger Fluggäste in 2017

2018 flogen laut Statistischem Bundesamt 23,5 Mio. Passagiere im Inland. 2017 waren es 23,7 Mio., das macht ein Minus von 0,8 Prozent. (dpa/pm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper