Bundeswirtschaftsminister hat die Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien unterzeichnet.

Bundeswirtschaftsminister hat die Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien unterzeichnet.

Bild: © BPA/Steffen Kugler

Mit der Stiftung H2Global als neuem Förderinstrument soll in den kommenden Jahren ein funktionierender internationaler Markt für grünen Wasserstoff aufgebaut werden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach am Montag von einem "historischen Projekt" und einem bislang fehlenden Bindeglied für das Gelingen der Wasserstoffstrategie, die als einer der wichtigsten Bausteine in der Klimapolitik gilt.

An der Stiftung mit Sitz in Hamburg sind aktuell 16 Unternehmen beteiligt, darunter VNG, Uniper, Enertrag, Nordex, Siemens Energy, Thyssenkrupp und die Deutsche Bank. Angepeilt werden nach den Worten des H2Global-Sprechers Markus Exenberger 50 bis 70 Stiftungsmitglieder. Der Bund beteiligt sich mit 900 Millionen Euro bis 2030 an dem Projekt; allerdings fließen aus beihilferechtlichen Gründen keine öffentlichen Mittel direkt in die Stiftung, sondern dienen der Finanzierung der Ausgleichszahlungen, mit denen der Verkauf des zunächst teuren grünen Wasserstoffs angekurbelt werden soll.

Altmaier glaubt an ein funktionierendes Geschäftsmodell

"Da gibt es eine Lücke zu Anfang, wo viele noch zögerlich sein werden, weil dieser grüne Wasserstoff seinen Preis hat, bis zum Ende, wo die Produktion mit der Nachfrage wahrscheinlich gar nicht mehr Schritt halten kann und dann werden wir eine globale Wasserstoffwirtschaft haben", sagte Altmaier. "Am Ende glaube ich sogar, dass Geld reinkommen wird und dass daraus ein international beachtetes Geschäftsmodell werden kann." Der operative Start ist noch vor der Bundestagswahl im September geplant.

Weil Produktion und Transport des "grünen" Wasserstoffs in der Startphase noch sehr teuer und die Verkaufspreise im Vergleich zu herkömmlich produziertem Wasserstoff entsprechend hoch sein werden, sieht das Förderkonzept eine Subventionierung vor. Technisch läuft das über eine an die Stiftung angeschlossene Handelsplattform namens "HINT.CO", die Angebot und Nachfrage über ein sogenanntes Doppelauktionsmodell zusammenbringt und die Differenz ausgleicht. "Der niedrigste Angebotspreis und der höchste Verkaufspreis erhalten jeweils den Zuschlag, so dass die auszugleichende Preisdifferenz so gering wie möglich ausfällt", heißt es bei H2global.

Keine "Mondpreise"

Altmaier sprach davon, dass es keine "Mondpreise" geben werde. Ihm sei wichtig, dass es mit H2 Global nun ein „marktwirtschaftlich getriebenes Förderinstrument“ gibt. Die Förderung sei zeitlich befristet. Zum Start sei mit einem hohen Differenzausgleich zu rechnen. Wenn das Ganze erst einmal in Gang gekommen sei, organisiere und finanziere sich das Projekt irgendwann selbst, so der Minister. (amo/mit dpa)

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