Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wirbt für Engagement der Akteure in strukturschwachen Regionen. "Noch eine Milliarde mehr wird nichts bringen. Es braucht Menschen, die Projekte machen", sagte Habeck anlässlich der "2. Jahrestagung 'Regionale Transformation Gestalten'" seines Hauses in Essen. Mit der Veranstaltung will das Ministerium informieren und vernetzen.
Habeck: "Demokratiefördergelder"
Der Minister verwies zugleich auf das noch bis zum Jahr 2027 laufende Förderprogramm GRW ("Gemeinschaftsaufgabe 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur'"). Und betonte: Das Geld müsse den Regionen erhalten bleiben. Es solle die Transformation abfedern helfen und "die Demokratie erhalten", "es sind auch Demokratiefördergelder", führte der Minister mit Blick auf die jüngsten Landeswahlergebnisse in Sachsen und Thüringen aus.
Dennoch machte der Vizekanzler deutlich, dass der Wandel notwendig sei, jedoch auch die Chancen "richtig kommuniziert" werden müssten. So hätten beispielsweise in Essen zu den Hoch-Zeiten 750.000 Menschen im Bergbau gearbeitet, "heute null". Dafür gebe es jetzt 300.000 Studierende, damals keine, unterstrich Habeck.
An dieser zweiten Jahrestagung nahmen den Veranstaltern zufolge mehr als 550 Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften teil. Der Auftakt war im September 2023 in Rostock. (dz)



