Die Bedrohungslage für kritische Anlagen und Standorte wird überwiegend als mittel oder hoch eingeschätzt. 40 Prozent bewerten sie als mittel, 37 Prozent als hoch und 6 Prozent als sehr hoch.

Die Bedrohungslage für kritische Anlagen und Standorte wird überwiegend als mittel oder hoch eingeschätzt. 40 Prozent bewerten sie als mittel, 37 Prozent als hoch und 6 Prozent als sehr hoch.

Bild: © Screenshot ZFK

199 von 239 befragten Unternehmen aus dem Bereich kritischer Infrastrukturen sagen, dass sich die Bedrohungslage in den vergangenen 24 Monaten verschärft hat. Nur eine Befragte oder ein Befragter sieht eine Entspannung. Die Auswertung in Grafiken:

Dieses Beispiel verdeutlicht die aktuelle Lage: Nach zwei mutmaßlichen Sabotageakten am Stromnetz gingen Kraftwerksblöcke des Energiekonzerns RWE mit mehreren Gigawatt vom Netz. Die allgemeine Stromversorgung blieb stabil. Lesen Sie hier unsere Berichterstattung.

Drohnen werden zur neuen Realität, auch in Deutschland: Das International Institute for Strategic Studies (IISS) wertet 144 Drohnenvorfälle in Europa zwischen August 2024 und Februar 2026 aus. Rund 26 Prozent ordnet die Studie kritischer Infrastruktur zu. Deutschland hat mit 58 Sichtungen die meisten. Die Autorinnen und Autoren betonen: In 55 von 61 untersuchten Sichtungen gab es keinen bestätigten feindlichen oder illegalen Drohneneinsatz. Hier gehts zum Bericht.


Wir erleben täglich Drohnenüberflüge über unseren LNG-Terminals, obwohl es verboten ist.

Bernhard Kluttig, Leiter der Abteilung Sicherheit im Bundeswirtschaftsministerium, auf einer Fachkonferenz im September 2026

Die Umfrage im Überblick

Kernzahlen: 83 Prozent sehen die Bedrohungslage in den vergangenen 24 Monaten verschärft (199 von 239). 16 Prozent halten die aktuelle Bedrohungslage für gering oder sehr gering. 82 Prozent setzen bauliche Sicherungen ein. 67 Prozent nennen abgelegene oder unbesetzte Standorte als Schwachstelle. 44 Prozent nennen unklare oder sich ändernde Anforderungen als größte Hürde.

Befragung: Anonyme Online-Befragung vom 2. bis 30. September 2026

Teilnehmende: 239 Personen aus Unternehmen kritischer Infrastruktur

Auswahl: Eingeladen per E-Mail wurden persönlich bekannte, gezielt ausgewählte Ansprechpartner, ausgewählt nach Branchenkenntnis und fachlicher Auskunftsfähigkeit

Teilnahmeanreiz: keiner

Gewichtung: keine. Die Ergebnisse sind weder gewichtet noch repräsentativ.

Mehrfachnennungen: bei mehreren Fragen möglich

Offene Antworten: 136 Freitexte auf die Frage, was konkret geschehen müsste, um kritische Infrastruktur besser zu schützen



Litauens Netzbetreiber dürfen Drohnen abwehren: Mehr dazu lesen Sie hier.



Der Staat darf seine Verantwortung für die öffentliche Sicherheit nicht auf die Unternehmen abwälzen.

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU)

ZFK-Umfrage: Kennzahlen der Teilnehmenden

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