Das geplante Ende von Atomkraft (2022) und Kohle (2038) bereitet der Wirtschaft, hinsichtlich der Netzstabilität und Versorgungssicherheit, Sorgen. Nun fordert die nordrhein-westfälische Regierung einen sogenannten Stresstest der "deutlich vor dem Jahr 2023" stattfinden solle und übt damit Kritik an den Plänen der Bundesregierung, erst dann eine Nationale Analyse der Versorgungssicherheit durchzuführen.
Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, mahnt das NRW-Wirtschaftsministerium den Stresstest auf Bundesebene und innerhalb des "europäischen Verbunds" an, statt nur auf regionaler Ebene. Um die Stromversorgung in NRW sicherzustellen, arbeitet das Ministerium gerade an einer 2Energieversorgungsstrategie".
Wirtschaft besorgt um Grundversorgung
Vor allem bei der energieintensiven Industrie, aber auch bei anderen Unternehmen wächst die Angst vor sinkender Netzstabilität durch die Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke. Der Vorschlag der Bundesregierung, den Aufbau von Gaskraftwerken als Reservekraftwerke zukünftig zu fördern, sei zwar richtig, würde seine Wirkung aber nicht rechtzeitig bis zum Wendepunkt 2022 entfalten. Auch Speicherkapazitäten seien in der Masse noch nicht genügend verfügbar und der Netzausbau erfolge zu langsam.
Zukünftig höhere Strompreise würden nicht mit einer gleichermaßen höheren Versorgungssicherheit einhergehen und sich für "jedes zweite Unternehmen" negativ auswirken, wird Siegens IHK-Präsident Felix G. Hensel zitiert. Derweil initiiert der Bundesverband für den Schutz kritischer Infrastrukturen mit Unterstützung von den IHK Köln, Aachen und Niederrhein die Bildung einer "Industrieallianz für regionale Energiesicherheit" im Rheinland. (pm)


