Die EU-Kommission möchte den Betrieb von Gas- und Wasserstoffnetzen trennen. (Symboldbild)

Die EU-Kommission möchte den Betrieb von Gas- und Wasserstoffnetzen trennen. (Symboldbild)

Bild: © magann/AdobeStock

Nordrhein-Westfalen (NRW) will den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen. Dafür hat das Bundesland jetzt eine neue Leitstelle namens "H2.NRW" eingerichtet. Sie soll zur zentralen Anlaufstation für sämtliche Akteure werden, seien es Unternehmen, Kommunen, Infrastrukturbetreiber, Mobilitätsanbieter oder Wasserstoffproduzenten, heißt es vom Land.

Unterstützung beim Matchmaking

Die Leitstelle solle unter anderem helfen, die richtige Ansprechperson oder das richtige Förderprogramm zu finden, sagte Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). "Zudem unterstützen wir beim Matchmaking von Unternehmen, beim Aufbau internationaler Wasserstoffkooperationen und bei der Initiierung von Projekten", führte Neubaur aus.

H2.NRW ist bei der Landesgesellschaft "NRW.Energy4Climate" angesiedelt und besteht aus zurzeit elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Samir Khayat, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate, sagte, die Landesgesellschaft habe bereits Strategien für eine Wasserstoffwirtschaft entwickelt. "Mit der neuen Leitstelle begleitet unser Team nun auch die Umsetzung auf dem Weg hin zur Klimaneutralität", blickt Khayat voraus.

130.000 neue Arbeitsplätze

Ministerin Neubaur hofft, Nordrhein-Westfalen zu der ersten klimaneutralen Industrieregion Europas machen zu können. Dazu brauche es grünen Wasserstoff. Laut einer von ihrem Haus beauftragten Studie könnten dadurch bis zu 130.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das gemeinnützige Wuppertal-Institut hat kürzlich für ganz Deutschland jedoch festgehalten, dass grüner Wasserstoff auch mittelfristig nur begrenzt verfügbar sein werde. (dz)

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