Er werde das Thema am Mittwoch ins Klimakabinett der Bundesregierung einbringen, kündigte Seehofer am Dienstag bei einem Kongress in Berlin an. "Altbauten haben ein riesiges Potenzial zur CO2-Minderung", sagte er. Doch er habe Verständnis dafür, dass Hausbesitzer nur dann teure Sanierungen vornähmen, wenn sie steuerliche Vorteile bekämen.
Das Klimakabinett mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Ministern soll Vorschläge erarbeiten, wie Deutschland seine Ziele im Klimaschutz einhalten kann. Die energetische Gebäudesanierung soll den Energieverbrauch für Heizen und warmes Wasser verringern, etwa durch eine bessere Isolierung oder eine moderne Heizung. Politisch gibt es einen breiten Konsens, dass dies für den Klimaschutz wichtig ist. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD auch vereinbart: "Wir wollen die energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern."
Instrument taucht in Haushaltsplänen nicht auf
Dennoch taucht das Instrument in den von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegten Haushaltsplänen nicht auf. Aus SPD-Sicht soll Seehofer als Bauminister zunächst Klimaschutz-Vorschläge vorlegen, die auch Steueranreize für die Sanierung enthalten könnten. (dpa/hil)



